Weil am Rhein Schranke oder versenkbare Poller?

Weil am Rhein (mcf). Der Weil- und Binzenweg wird immer wieder von Unbefugten befahren. Wie dieses Problem gelöst werden kann, damit beschäftigt sich weiterhin die Stadtverwaltung. „Das Konzept ist noch nicht fertig“, erklärte Erster Bürgermeister Christoph Huber jetzt im Haltinger Ortschaftsrat auf Anfrage von Axel Schiffmann (UFW). Eine Präferenz ist noch nicht öffentlich geäußert worden.

Die Notwendigkeit, eine Regelung herbeizuführen, steht für Huber außer Frage. So würden immer wieder viele Autos auf dem Weg unterwegs sein, der eigentlich nur für den landwirtschaftlichen Verkehr bestimmt ist. Auch Fußgänger und Radfahrer würden dadurch gefährdet.

Zwei Alternativen stehen laut Huber im Raum: So könnte eine verschließbaren Schranke errichtet werden. Eine zweite Möglichkeit wären versenkbare Poller, die ähnlich wie in Lörrach bei der Einkaufszone, den Zugang beschränken. Die Poller können mit einem Sender angesteuert und entsprechend auf Straßenniveau gesenkt werden. Jeder berechtigte Landwirt würde dann einen solchen Piepser nutzen können, um mit seiner Trecker oder Auto freie Fahrt zu haben.

Schranken sind laut Huber anfälliger für Beschädigungen, kämen aber ohne Stromanschluss auf. Bei den Pollern müsste eine solche Stromverbindung her, sie seien auch robuster, doch auch teurer.

Die Landwirte verweisen hingegen auf eine mit einer Schranke oder auch mit Pollern verbundenen Barriere, die bei der täglichen Arbeit einen Zeitaufwand bedeuten würde, sie aus dem Weg zu räumen – ob mit Schlüssel oder Fernbedienung. Die Vorschläge der Stadt wurden daher nach einem Stimmungsbild von den Landwirten abgelehnt. Den Zusatzaufwand wollen sie möglichst nicht in Kauf nehmen.

Ein von den Landwirten geäußerter Vorschlag stößt auf Seiten der Stadt aus rechtlichen und Datenschutzgründen nicht auf Wohlwollen. Vorgeschlagen wurde, an beiden Wegen eine Induktionsschliefe zu verlegen und einen Blitzer anzuschließen. Wer unberechtigt vorbeifährt, von dem soll einfach ein Foto geschossen werden, das mit einem Bußgeld verschickt werden könnte.

Schiffmann bat darum, das Thema im Ortschaftsrat noch näher zu beraten.

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