Weil am Rhein Selbstbestimmt und in Gemeinschaft

Beatrice Ehrlich
Vom Tablet zum Spieltisch kann sich der neue „Caretable“ verwandeln, wie Britta Gotzens von der Wohnbau zeigte. Foto: Ehrlich

Bei der Feier zum Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Breslauer Straße 25 – „Frieda 25“ – stellte Britta Gotzens von der Wohnbau Weil am Rhein auch die neuen Aktions- und Begegnungsräume vor, die nun auf den Fluren der Seniorenwohnanlage eingerichtet werden.

Von Beatrice Ehrlich

Weil am Rhein. Der thematischen Planung der neuen Gemeinschaftsräume war eine Umfrage des Sozialen Managements der Wohnbau unter den Bewohnern der Anlage vorangegangen. Anhand des erfragten Bedarfs entstehen nun vier jeweils räumlich abgetrennte „Aktionsflure“: im ersten Stock eine „Kraft-Quelle“ mit Gymnastik- und Trainingsgeräten und der „Freiluft-Raum“, in dem gegärtnert werden kann, im zweiten Stock der Aktivierungsraum „Geist-Reich“ und im dritten Stock die Plauderstube für Begegnungen unter den Bewohnern.

Bewohner sollen sich auf „Aktionsfluren“ begegnen

Ziel von „Frieda“ – dem Seniorenwohnkonzept der Wohnbau – sind das selbstbestimmte Leben im Alter, wobei auch die Gemeinschaft nicht zu kurz kommen soll, präzisiert Sozialmanagerin Britta Gotzens. Wie auch die anderen drei „Frieda“-Wohnhäusern bietet die „Frieda 25“ nun mit den Aktionsfluren eine Besonderheit, die den Bewohnern zugute kommen soll. Auf besondere Aufmerksamkeit bei der Feier zum Abschluss der Sanierungsarbeiten – siehe nebenstehender Kasten – stieß der interaktive „Caretable“, der künftig im Zentrum des auf die geistige Aktivierung fokussierten Raums seinen Platz finden soll.

Der interaktive Tisch wird wie ein Tablet-Computer bedient und bietet viele Funktionen wie Zeitung lesen, Klavier, Schach oder Dame spielen, Filme gucken oder sogar Zeitreisen, die etwa anhand der Biografien berühmter historischer Figuren wie der Schauspielerin Romy Schneider oder dem Fußballer Fritz Walter unternommen werden können. Er kann senkrecht stehen, aber auch komplett waagrecht umgeklappt werden und wird dann zum Spieltisch, an dem mehrere Menschen Platz nehmen können. Aktivitäten an diesem Tisch sollen zusammen mit dem Betreuungsdienst Schell, mit dem die Wohnbau kooperiert, angeboten werden. Gewünscht sei aber ausdrücklich auch das Engagement der Bewohner der „Frieda 25“, die sich als eine Art Paten mit eigenen Angeboten einbringen könnten, unterstreicht Gotzens.

Man habe nun viel Aufwand in die Innengestaltung gesteckt – zu der übrigens auch ein Aquarium mit gelben und blauen Fischen gehört – hielt Wohnbau-Geschäftsführer Andreas Heiler abschließend fest. Jetzt werde man sich noch Gedanken machen über eine schöne Außengestaltung.

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