Weil am Rhein „Soziale Netzwerke unumgänglich“

Zoë Schäuble
Die sozialen Netzwerke sind auch für die Weiler Parteien ein wichtiges Instrument bei der Kommunikation. Foto: pixabay

Dass soziale Netzwerke für die Ortsverbände der Weiler Parteien neben den altbekannten Plakaten und Flyern ein wichtiges Instrument sowohl für einen erfolgreichen Wahlkampf als auch für die Wählerbindung darstellen – darüber sind sich die Verantwortlichen einig. Welche Kanäle die Ortsverbände bespielen, wie sie sich im Netz präsentieren und welche Zielgruppe angesprochen werden soll, zeigt eine Umfrage unserer Zeitung.

Von Zoë Schäuble

Weil am Rhein - Ulrike Fröhlich von den Weiler Grünen kümmert sich gemeinsam mit ihrer Partei-Kollegin Nicole Sütterlin um die Facebook-Präsenz. Außerdem verfügt der Ortsverband über eine Homepage, deren Inhalt einmal monatlich erneuert wird, sowie über ein Instagram-Profil. Hier erhalten Interessierte einmal wöchentlich neue Inhalte, etwa zum Ausbau des Radwegnetzes rund um sowie in der Stadt, aber auch zur Erschließung von mehr Wohnraum.

„Besonders über Facebook und Instagram hat man einen direkteren Draht zu den Menschen“. Hier, so Fröhlich, könne man auch parteipolitische Themen wesentlich schneller publizieren und potenziell mehr Menschen erreichen. Digitalen Trends, wie etwa den Kanälen Snapchat oder TikTok, widmet sich der Ortsverband derzeit nicht. Es fehlen die personellen Ressourcen, sagt Fröhlich.

Authentizität ist wichtig

Wesentlich zurückhaltender geht der Ortsverband der FDP mit seiner Präsenz in den sozialen Netzwerken um. Während des Wahlkampfs 2019 war der Ortsverband über Facebook aktiv, momentan ist er allerdings ausschließlich über die Homepage im Netz präsent, erklärt Taylan Kahraman. Um im Wettbewerb um die Gunst der Wähler nicht im Nachteil zu sein, wolle man künftig gerade Facebook wieder häufiger nutzen.

Allerdings, so Kahraman, sei ihm der Umgang mit dem Datenschutz auf diesen Plattformen oftmals zu locker. Besonders wichtig ist ihm die Authentizität, die in den sozialen Netzwerke allerdings bisweilen leide. „Es ist wichtig, sich hier richtig und vor allem auch glaubwürdig zu präsentieren – sonst hat man als Partei nichts gewonnen.“

Der Weiler CDU-Stadtverband verfügt über eine „erstklassige Homepage“, findet Vorsitzender Günter Dußmann. Dem Stadtverband ist es ein Anliegen, mit der parteieigenen Internetpräsenz einen Wiedererkennungswert, „eine gewissen Handschrift“ sichtbar zu machen. Nur so bleibe der Stadtverband einerseits authentisch und könne zudem seine Wähler auf „vielfältige Weise medial ansprechen“, sagt Dußmann.

Mit seinen Wählern teilt der Verband kommunale Themen wie etwa den Ausbau der Solarenergie in Weil am Rhein oder die Forcierung der Digitalisierung an den Weiler Schulen. Außerdem hat der CDU-Stadtverband vor, die Kompetenzen im Bereich vom Aufnehmen kurzer Videoclips und deren Veröffentlichung via Snapchat und Tik Tok künftig auszubauen.

Kontakt aufnehmen

Die Homepage des SPD-Ortsverbands sei eine „erste Anlaufstelle für Interessierte“ und gleichzeitig Kontaktmöglichkeit für die Bürger, erklärt Ortsverbandsvorsitzender Stefan Reinelt. Auf Facebook oder Instagram ist der SPD-Ortsverband nicht aktiv.

Dennoch sei dem Partei-Ortsverband bewusst, dass gerade die junge Generation potenzieller Wähler im lokalen Bereich nicht mehr unbedingt im persönlichen Gespräch oder bei Veranstaltungen zu erreichen sei. „Die Pandemie hat verdeutlicht, dass derartige Wählerwerbung auf Dauer eher schwierig wird“, meint Reinelt.

Um die dem Verband wichtigen politischen Kernthemen – etwa die Weiterentwicklung der Weiler Innenstadt – publik zu machen, sei man aber nicht zwangsläufig auf die sozialen Netzwerke angewiesen, findet Reinelt.

Eugen Katzenstein, Vorsitzender des Weiler UFW-Stadtverbands weiß, dass gerade die jungen Wähler in der Regel via Instagram zu erreichen sind. Drei Leute kümmern sich beim Stadtverband um den Internetauftritt. Neben der Homepage sind sie auf Facebook und Instagram aktiv.

Für die künftige Präsentation des Weiler Stadtverbands in den sozialen Netzwerken wolle man sich auch Portalen wie Tik Tok und Snapchat öffnen: „Das ist besonders für die jungen und Neuwähler interessant.“ Katzenstein selbst ist auf Twitter aktiv. Hier postet er ab und an seine Meinung sowie Informationen, die den Weiler Stadtverband der UFW beschäftigen.

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