Weil am Rhein Spenden für den Spin

Neuzugang beim ESV Weil am Rhein: Die Nachwuchsspielerin Sophia Klee will ihr Können unter Beweis stellen. Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein - Erstmals zieht in der Region mit dem ESV Weil am Rhein eine Tischtennis-Abteilung in die Erste Bundesliga ein. Die Damen-Mannschaft darf sich mit den besten Mannschaften Deutschlands messen. Damit steigen aber auch die Kosten, weshalb die Vereinsverantwortlichen auch über eine Online-Plattform Spenden gewinnen wollen.

Auf hochklassige Tischtennisspiele freuen sich auch Doris und Serge Spiess, die sich schon seit Jahrzehnten mit Leidenschaft, Enthusiasmus und außerordentlichem Engagement für die ESV-Abteilung einsetzen. In die Freude über den Aufstieg mischt sich jedoch die Sorge um die Finanzierung. „Für dieses Unterfangen Erste Bundesliga kommt ein Mehrfaches an Kosten auf uns zu, die wir alle selber tragen müssen.“

Was in „normalen Zeiten“ schon einen Kraftakt darstellt, ist für den Verein angesichts der Coronakrise nochmals mit mehr Herausforderungen verbunden. Die Präsenz auf diversen Veranstaltungen entfällt, womit diese Einnahmequellen versiegen. Die Bandbreite reicht vom Straßenfest und der Regio-Messe bis hin zu mehreren Heimspielen.

Das Motto „Mit Volldampf in die Erste Liga!“ soll von möglichst vielen Spendern mitgetragen werden, damit die Tischtennis-Abteilung nicht von den Folgen der Pandemie ausgebremst wird. Schließlich verbinden die Vereinsverantwortlichen große Hoffnungen und viel Vorfreude mit dem Aufstieg. „Mit den Spitzenspielerinnen Ievgeniia Sozoniuk, Polina Trifonova, Izabela Lupulesku Sophia Klee und Vivien Scholz erwarten uns Tischtennisspiele auf höchstem Niveau“, freut sich auch Serge Spiess, Sportlicher Leiter des neuen Damen-Erstbundesligisten.

Auf der neuen Spendenplattform wird zugleich eine Begründung für die Unterstützung der Weiler Vorzeigeabteilung geliefert: „Die Damen haben bewiesen, dass sie mit ihren sportlichen Leistungen, Teamgeist und hartem Training bereit für die Erste Bundesliga sind. Unser Ziel ist nicht nur der Klassenerhalt, sondern die Teilnahme an den Play-Offs. Diese Herausforderung wollen wir natürlich annehmen.“ Das Projekt gebe den Frauen die Möglichkeit, sich zu entwickeln, füreinander einzustehen und große Schritte zu wagen. „Wir wollen Frauen beim Tischtennis fördern, denn der Sport fördert und fordert uns.“

Wichtig ist dem Ehepaar Spiess und den weiteren Vereinsmitstreitern, vor allem den Kinder- und Jugendspielern ein Vorbild aufzuzeigen. Der Knackpunkt ist das Geld. Daher wird nun der Versuch unternommen, auf digitalem Weg zumindest einen Teil durch Spenden abzudecken. „Jeder auch noch so kleine Beitrag wird dankbar angenommen“, unterstreicht Doris Spiess.

Auf der Crowdfunding-Plattform gibt es bereits die ersten Unterstützter: „Viel Erfolg für die kommende Saison in der Ersten Liga. Ihr seid ein tolles sympathisches Team“, schreibt Inge W., versehen mit einer 50-Euro-Spende. Und Michele G., die 20 Euro gespendet hat, schreibt. „Super Sache. Ein Mehrwert für die Region.“

 Mehr Infos gibt es unter www.betterplace.org und www.tischtennis.de.

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