Weil am Rhein Stapflehus beteiligt sich an der Regionale 23

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Blick in die Ausstellung: das Kartenbild „Basel Rheinfelden“ von Uwe Walther aus dem Jahr 2019 Foto: Uwe Walther

Weil am Rhein. Die Städtische Galerie Stapflehus beteiligt sich seit vielen Jahren an der überregionalen Ausstellungsreihe „Regionale“. Dabei handelt es sich um eine grenzüberschreitende Kooperation von 18 Institutionen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz mit dem Fokus auf lokaler, zeitgenössischer Kunstproduktion in der Dreiländerregion am Oberrhein.

Für das Kulturamt und den Kunstverein Weil hat in diesem Jahr Martin Hartung eine Ausstellung für die Regionale unter dem Titel „Mapping“ kuratiert. Diese wird am Samstag, 26. November, um 15 Uhr im Stapflehus eröffnet. Sie ist dort bis zum 8. Januar samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 14 bis 18 Uhr zu sehen (ausgenommen 25. und 31. Dezember).

Hartung führt mit „Mapping“ künstlerische Positionen zusammen, denen verschiedene Formen der Kartierung zugrunde liegen, die aber mit allgemeinen Vorstellungen von Karten als neutralen und standardisierten Hilfsmitteln zur Messung der Realität brechen. Stattdessen kommen subjektive Ansätze und kritische Verfahren zum Einsatz.

Erstmals in Deutschland ausgestellt werden Kartenbilder des in Basel tätigen Malers Uwe Walther, die überwiegend auf Schweizer Landkarten entstehen. Ihre Grundlage bilden die in den Karten bereitgestellten Informationen, wobei der Künstler diese weiter denkt und damit fiktive Landschaften zwischen Imagination und belegbaren Fakten schafft.

Daneben thematisieren die Aussteller weitere Aspekte von Kartierungen, die an die Vorstellungskraft adressiert sind, die aber auch technische, historische, politische, ökonomische und ökologische Sachverhalte aufgreifen. Präsentiert werden Kunstwerke in den verschiedenen Medien des südbadischen Malers Peter Bosshart, der Karlsruher Fotografin Gabriele Engelhardt und des im Markgräflerland tätigen Konzeptkünstlers Florian Mehnert. Ebenfalls ausgestellt werden Grafiken der in Burg im Leimental und Basel arbeitenden Künstlerin Christine Fausten sowie die recherchebasierte Praxis von Natalia Schmidt, die den ethischen Wert des Bildes ins Zentrum eines erweiterten Fotografiebegriffs stellt. Eine komplexe Multimedia-Installation der Künstlerin befasst sich mit der kolonialen und neokolonialen Logik des politisch legitimierten Waffenhandels in Süddeutschland seit 1904.

Im zweiten Obergeschoss des Stapflehus’ präsentiert Naomi Middelmann aus Lausanne in einer raumgreifenden Installation ihre langjährige Beschäftigung mit dem „Mapping“ von Erinnerungen, die sich einer exakten Kartierung widersetzen.

Aus den über 630 Einreichungen stellen insgesamt 194 internationale Kunstschaffende in den teilnehmenden Institutionen der drei Länder aus.

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