Das Frauerächt der „Wiler Rätschgosche“ ist die erste Veranstaltung im Reigen der Weiler Buurefasnacht. Musik zum Tanzen, Mitsingen oder Schunkeln, dazu ein abwechslungsreiches Programm, die Wiler Rätschgosche verstehen es seit Jahrzehnten, die Besucher des Frauerächts bestens zu unterhalten.

Weil am Rhein (sc). Im bunt dekorierten Gewölbekeller des Alten Rathaus in Alt-Weil fand sich das närrische Volk in bester Feierlaune ein. Doch nicht nur Frauen waren gekommen, unter den Besuchern waren viele tanzfreudige Männer auszumachen. Kein Wunder, dass die Tanzfläche nie leer wurde.

Mit ihrem Vortrag als „D’Waldtraud“, die aus ihrem „Leben als Single aus Alt-Weil“ berichtete, gelang Sabine Iles, bekannt von der Schnitzelbankgruppe „Düpflischiisser“, ein Bravourstück. Iles berichtete von dem Versuch, einen Partner zu finden und stellte immer wieder resigniert fest: „Den chasch in de Pfiffe rauche“. Aber, von wegen Aufgeben, schließlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Das Publikum war begeistert von diesem hervorragenden Vortrag, den Iles selbst geschrieben hat, und es spendete viel Applaus.

Zuschauer begeistert von „Chippendales vo Friedlinge“

Stefan Arndt und Peter Müller trugen die Schnitzelbank der „Lachsfrässer“ vor, was ihnen ebenfalls mit viel Applaus gedankt wurde. Schließlich standen Mitglieder der Alte Fabriknäscht Clique als „Chippendales vo Friedlinge“ vor der Bühne. Die drei Akteure mussten ihren Tanz gleich zweimal vorführen, denn die begeisterten Zuschauer verlangten nachdrücklich nach einer Zugabe.

Mit schrägen, fetzigen Tönen begeisterten die „Zinke Waggis“ und brachten den Gewölbekeller zum Kochen. Noch bis um Mitternacht wurde im Saal und an der Bar gefeiert, gelacht und geflirtet, eben so, wie es sich an einem zünftigen Frauenrächt gehört.