Weil am Rhein Tendenz geht in Richtung Friedlingen

Weil am Rhein - Die Wohncontainer für Flüchtlinge auf dem Messeplatz werden aktuell abgebaut. Klar ist, dass die Stadt an dieser Stelle Wohnraum schaffen will. Womöglich könnte das aber etwas dauern, da ein ähnliches Anliegen für eine Fläche in Friedlingen ebenso noch in der Pipeline ist. Und: Beide Bauvorhaben gleichzeitig umzusetzen, wird nicht angestrebt.

Die Wohncontainer sind von Seiten der Stadt schon seit einigen Wochen geräumt, sodass sich nun die Firma Würzburger mit dem Abbau beschäftigen kann. Ein großer Kran, ein langer Bauzaun und einige Arbeiter zeugen davon, dass die bisherige Unterkunft für Geflüchtete schon bald der Vergangenheit angehört.

Künftige Gestaltung noch unklar

Die zukünftige Gestaltung ist hingegen noch unklar. So erarbeitet die Verwaltung für die geplante Grundstücksveräußerung derzeit die Rahmenbedingungen. Dabei geht es um die Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen und die Festlegung der Nutzungsvorgaben für das Grundstück. Die internen Abstimmungen hierfür werden laut Rathausangaben aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Daher sei derzeit noch nicht absehbar, wann mit der Vermarktung begonnen werden kann. Ebenso stehe noch nicht fest, wann das Vorhaben mit den Gremien abgestimmt werden kann.

Nicht unwahrscheinlich ist, dass erst einmal der Blick in Richtung Blauenstraße gerichtet wird. Denn dort besitzt die Stadt ein Grundstück neben dem neu aufgewerteten Sportplatz und dem in Bau befindlichen Jugendhaus.

„Je nach Interessenlage“ werde entschieden, ob zuerst der Messeplatz oder das Friedlinger Gelände bebaut wird, erklärt Bürgermeister Rudolf Koger im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine „leichte Tendenz“ gehe aber zum Bau an der Blauenstraße. Zuerst einmal müsse die Stadtplanung jedoch überlegen, was dort umsetzbar ist.

Koger, der in Personalunion Kaufmännischer Werksleiter der Stadtwerke ist, liebäugelt aber schon jetzt mit einem Anschluss an das Fernwärmenetz, das in Friedlingen ausgebaut werden soll. Dazu befindet er sich noch in Gesprächen mit Endress+Hauser (wir berichteten).

Denkbar wäre theoretisch, dass bei einem Hintanstellen der Bebauung des Messeplatzes das Wohncontainer-Areal für Parkplätze frei gehalten wird. Schließlich will die Sparkasse auf dem bisherigen provisorischen Parkplatz auf dem Messeplatz in den nächsten Monaten mit dem Bau des Dienstleistungszentrums beginnen. Solchen Gedankenspielen gibt sich Koger momentan aber nicht hin. „Eher nein“, lautet seine Antwort, ob dort in der Zwischenzeit Parkplätze entstehen können.

Schon vor längerer Zeit hat Oberbürgermeister Wolfgang Dietz klar gemacht, dass das Messeplatz- und das Blauenstraße-Areal nicht gleichzeitig verwirklich werden sollen. Denn so viel Wohnraum zeitgleich auf den Markt zu bringen, wird als wenig sinnvoll erachtet. Und Koger ergänzt, dass die Stadt ja auch noch im Eingangsbereich des Neubaugebiets „Hohe Straße“, im inneren Bereich sowie auf dem Areal neben den Baugenossenschaft-Häusern Flächen vermarkten wird.

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