Weil am Rhein Tücher und Stoffe voller Kraft

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Im Museum sind kunstvolle Stoffe zu sehen, hergestellt aus edlen Materialien. Foto: zVg

Weil am Rhein. Das Museum Weiler Textilgeschichte hat am Sonntag, 5. Dezember, anlässlich der Kunstbaustelle der Kesselhauskünstler erweiterte Öffnungszeiten. Die Sonderausstellung „Kunstvoll verwoben. Karola Kauffmann auf Tuchfühlung mit Schwarzenbach & Co.“ ist an diesem Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet und der Eintritt ins Museum ist frei. Karola Kauffmann ist eine der letzten Berufshandweberinnen in Deutschland. Die Stoffe, Kleider und Kunstobjekte, die sie im Museum präsentiert, hat sie auf einem über 200 Jahre alten Webstuhl gewebt, wie man ihn früher, lange vor der Industrialisierung, zur Heimarbeit in den Stuben stehen hatte, heißt es in einer Mitteilung des Museums.

„Kauffmanns handgewebte Stoffe sind Kunst – von hohem Anspruch und hoher Güte.“ Sie verwendet edle Naturmaterialien wie Seide, Kaschmir oder die wertvollen Haare des mongolischen Yangir-Steinbocks und des wilden Moschusochsen. Sie experimentiert mit Metalldraht und Kunststoffen. Dabei spielt sie mit Material, Farben und Technik und ist immer auf der Suche nach dem Besonderen. „Es entstehen erlesene Stoffe und Tücher voller Kraft, Charakter und Eigenwilligkeit“.

Genau wie die Seidenweberei Robt. Schwarzenbach & Co. einst in Friedlingen stellt Karola Kauffmann Seidenstoffe her, aber auf traditionelle handwerkliche Weise. Ihre Art des Arbeitens geht der mechanisierten Produktionsform wie sie beispielsweise in der Seidenweberei Robt. Schwarzenbach & Co. erfolgte, voraus.

Gleichzeitig entstanden große textile Firmenimperien wie Schwarzenbach & Co. aus dem Verlagssystem, also aus dem Vertrieb und Handel der Stoffe aus Heimarbeit des 19. Jahrhunderts.

So schließt sich mit der Präsentation von Karola Kauffmanns Arbeiten in den ehemaligen Räumen der Seidenweberei Schwarzenbach in Friedlingen der Kreis, heißt es in der Ankündigung des Museum abschließend.

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