Weil am Rhein Überforderte Halter geben Kampfhund ab

Weil am Rhein - Die Zahl der in Weil am Rhein als gefährlich eingestuften Hunde ist nach der Einführung der Kampfhunde-Steuer gesunken. Im Gespräch mit Marco Fraune berichtet die Vorsitzende des Tierschutzvereins und Leiterin des Weiler Tierheims, Leonie Moser, von ihren Erfahrungen.

Frage: Gibt es derzeit im Tierheim Kampfhunde?

Wir haben im Moment zwei Listenhunde-Mischlinge. Beide sind nicht ganz einfach und auch schon länger bei uns im Tierheim. Einen reinrassigen Listenhund konnten wir vor kurzem gut vermitteln.

Frage: Wie sind Ihre Erfahrungen mit den zwölf von der Stadt als Kampfhunde definierten Rassen?

Viele sehr junge und unerfahrene Menschen holen sich solche Rassen. Meist aus dem Internet von irgendwelchen unseriösen Vermehrern. Viel zu oft setzen sie sich nicht mit der Gesetzeslage oder überhaupt mit der Haltung eines Hundes auseinander, und meistens werden diese spätestens in der Pubertät bei uns abgegeben, weil die Halter überfordert sind.

Frage: Gab es schon Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner wegen der allgemeinen oder bei Kampfhunden ab 2018 erhöhten Hundesteuer abgegeben haben oder abgeben wollten?

Nein, das gab es bisher nicht.

Frage: Welche Rolle spielt Ihrer Einschätzung nach allgemein die Hundesteuer für Hundebesitzer?

Ich persönlich finde, dass die Hundesteuer für alle Hunde gleich hoch sein sollte. Und das sehen viele Hundebesitzer so. Vielleicht wurde die Hundesteuer für Listenhunde hoch angesetzt, um abschreckend zu wirken. So, dass sich die Leute gut überlegen, sich solch eine Rasse anzuschaffen. Ich denke aber, dass es nicht wirklich diesen Effekt hat.

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