Weil am Rhein Vandalismus in der Kirche

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Nicht nur die Wände wurde beschmiert, sondern auch die Bibel geschändet. Foto: zVg/Möller

Weil am Rhein. Eine bisher unbekannte Person hat am Donnerstagmorgen in der Kirche „Guter Hirte“ in Friedlingen mit einem Markerstift fast alle Säulen und Wände mit Wörtern und Sprüchen beschmiert. Die Bibel, die offen ausliegt, sowie ein Fresko in einer Seitennische wurden geschändet, teilt Pfarrer Gerd Möller mit. „Gerade das Fresko wird nicht einfach zu sanieren sein.“ Pfarrer Möller schätzt den materiellen Schaden auf etwa 10 000 Euro. „Nicht schätzen lässt sich der immaterielle Schaden. Eine Kirche ist ein Ort der Gottesbegegnung und des Gebets. Diese Orte sind für Menschen, die ihre Religion leben, von unschätzbarem Wert.“ Einen solchen Ort zu beschmieren und zu schänden sei kein „Kavaliersdelikt“. Das Ausmaß zeige auch, dass die Person bewusst gehandelt hat. Darum hat die katholische Kirchengemeinde Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Man hoffe nun auf Hinweise aus der Nachbarschaft oder von Fußgängern zum Täter. Der Vorfall muss sich vor Donnerstagmorgen, 11 Uhr, ereignet haben.

Die Betroffenheit bei Pfarrer Möller ist groß. „Was bewegt Menschen, die eine Kirche derart zurichten?“ Diese Frage würde er gern der Person stellen, die für die Schändung und Beschädigung verantwortlich ist. Die katholischen Kirchen in Weil am Rhein seien bewusst offen zum Gebet und zur Stille und bieten in diesen heißen Tagen auch ein bisschen Abkühlung. „Kirchen werden leider immer mehr zu Zielscheiben von Angriffen. Dies ist in einem Land, in dem Religion zu den Grundwerten des Grundgesetzes gehört und durch dieses Gesetz geschützt ist, auch ein Angriff auf die Verfassung und kann keinen in Ruhe lassen“, findet Möller. Kritik an der Institution Kirche könne anders geäußert werden, als in dieser Form.

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