Weil am Rhein Verstorbener Ex-Minister mit Weiler Wurzeln

Werner Müller Foto: zVg/Evonik

Weil am Rhein - Der frühere Bundeswirtschaftsminister und Ex-Chef des Bergbaukonzerns RAG, Werner Müller, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Seine Wurzeln hat der „große Wirtschaftslenker“, wie ihn Alt-Kanzler Gerhard Schröder nannte, in Weil am Rhein.

Bei den „Weiler Gesprächen“ im Jahr 2015 unterhielt der Manager und Politiker mit Humor und Bodenständigkeit das Publikum und gab dabei nicht nur Einblicke in seine Zeit als Minister, sondern schilderte auch Persönliches aus seiner Zeit in Weil, seiner Heimatstadt bis zum 13. Lebensjahr, bevor er dann nach Meppen und Mannheim ging.

So gehörten die sonntäglichen Ausflüge ins Kleine Wiesental zu den Erinnerungen, die unverbauten Flächen, die es seinerzeit auf der Leopoldshöhe gab, die Spielwiesen und im Winter die Rodelbahnen. „Wir hatten eine sehr schöne Umgebung. Davon ist heute nichts mehr zu sehen“, stellt er vor gut vier Jahren in Weil fest.

Der Vater des späteren Wirtschaftsministers stammte aus Dresden und hatte als Physiker beim deutsch-französischen Forschungsinstitut ISL in Saint-Louis gearbeitet. Die Eltern lebten seit 1945 in Weil am Rhein, im Jahr 1946 wurde Werner Müller auf einer Durchreise in Essen geboren. In Alt-Weil besuchte der spätere promovierte Sprachwissenschaftler die Grundschule, danach das Gymnasium in Lörrach. „Von der Grundschule bis zum Abitur hatte ich nur Noten, mit denen ich mich nicht einstellen würde“, bewies er bei den „Weiler Gesprächen“ Humor.

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