Weil am Rhein Viel bewirkt für Radfahrer-Belange

Weiler Zeitung
Die IG-Velo-Spitze (v.l.): Jürgen Wiechert, Klaus Geese und Michael Pantze mit dem neuen Bürgermeister Martin Gruner Foto: Rolf Rhein

Die Mitglieder hatten es geahnt, aber nun wurde es real. Bei der Mitgliederversammlung der IG Velo, Ortsgruppe (OG) Weil am Rhein, trat Jürgen Wiechert nach 16 Jahren als Vorsitzender nicht mehr zur Wahl an. Als Nachfolger wurde Klaus Geese gewählt.

Von Rolf Rhein

Weil am Rhein. Wiechert trat zurück ins zweite Glied und wird der Weiler IG Velo künftig als zweiter Vorsitzender dienen. Die jährlichen Velobörsen wird er im gesamten Landkreis Lörrach weiterhin managen. Der bisherige zweite Vorsitzende Michael Pantze hat bereits neue Aufgaben in der IG Velo des Landkreises Lörrach übernommen. Pantze würdigte die außerordentlichen Verdienste, die sich Wiechert in seiner langjährigen Tätigkeit erworben hat. Er habe in diesen 16 Jahren über die Grenzen von Weil am Rhein hinaus viel bewirkt für die Belange der Radfahrer und des Radverkehrs.

Nachfolger Geese ist 56 Jahre alt, Elektroingenieur von Beruf und wohnt mit seiner Familie in Haltingen. In seiner Antrittsrede sagte er: „Das Fahrrad ist mein Verkehrsmittel.“ Er würde sich freuen, wenn in den kommenden Jahren die OG Weil wachsen und sich verjüngen würde.

Bürgermeister Martin Gruner würdigte die gute Zusammenarbeit mit der IG Velo. Die Stadt arbeite intensiv an der Verbesserung der allgemeinen Situation. Dies sei nicht immer ganz einfach, da es gelte, unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen und auszugleichen.

Mehr Radverkehr & Co.

In seinem Rückblick auf die vergangenen Jahre betonte Wiechert die starke Zunahme des Radverkehrs. Zudem seien neue Zweiradvarianten wie Lastenräder, Räder mit Anhängern, Pedelecs, Liegeräder und E-Scooter auf den Radverkehrsanlagen unterwegs. Die dadurch entstehenden unterschiedlichen Nutzungsbedingungen erforderten breitere Radwege, und auf kombinierte Geh- und Radwege sollte künftig verzichtet werden. Um mehr Menschen aufs Rad zu bringen, sei aus der Sicht der IG Velo vor allem eine gute Infrastruktur sehr wichtig.

Außerdem erörterte Wiechert 16 verschiedene Maßnahmen, die in der Stadt Weil am Rhein in Bezug auf den Radverkehr teilweise erledigt, in Arbeit oder in Planung sind. So sei zum Beispiel die Situation für den Radverkehr am Altweiler Knoten zwar verbessert worden, aber keineswegs sicher, da unter anderem für den von der Zollfreien kommenden Verkehr die Einfahrt auf die Hauptstraße sehr schlecht einsehbar sei.

Kritik an der Cemagg

Im Großen und Ganzen sicher sei der neue Radweg an der Breslauer Straße. Ein negativer Aspekt seien allerdings die Glascontainer direkt am Radweg. Eine herbe Enttäuschung sei die Aufgabe des Projekts „Fahrradhotel“ im neuen Einkaufszentrum „Dreiländergalerie“. Die bisher vorgeschlagenen Alternativlösungen seien nicht akzeptabel, hier stehe das Management der „Dreiländergalerie“ noch in der Pflicht.

An einigen weiteren neuralgischen Punkten sei die Sicherheit verbessert oder die Situation entschärft worden, nicht so am Weilweg. Dieser werde, trotz Verbots, immer noch als Schleichweg von Autofahrern benutzt. Geeignete Maßnahmen, um dies zu unterbinden, seien dringend notwendig.

Als sehr kritisch erachtet der bisherige Vorsitzende auch der Zustand des Weiherwegs, heute eine ausgewiesene Fahrradroute von und nach Haltingen. Infolge der stark beschädigten Oberfläche sei dieser aber für Räder kaum befahrbar. Eine Sanierung hält Wiechert für unerlässlich.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Karl Lauterbach

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist designierter Bundesgesundheitsminister. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading