Weil am Rhein Viel mehr als Kino im Freien

Ingmar Lorenz
Freuen sich auf das diesjährige Kieswerk­Open-Air:­ Kulturamtsleiter Peter Spörrer (l.) und Oberbürgermeister Wolfgang Dietz. Foto: Ingmar Lorenz

Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität: Vom 28. Juli bis zum 7. August findet im Dreiländergarten das Kieswerk-Open-Air statt. Vieles soll wieder sein wie vor dem Beginn der Corona-Krise, mit einigen neuen Facetten wird aber auch frischer Wind in die Veranstaltung gebracht.

Von Ingmar Lorenz

Weil am Rhein. „Wir wollen dazu beitragen, dass wieder Begegnungen stattfinden können“, legte Oberbürgermeister Wolfgang Dietz bei der Vorstellung des Programms des Kieswerk-Open-Airs am Montagmorgen dar. Dazu sei die elftägige Veranstaltung bestens geeignet, denn sie sei mehr als „Kino bei Dunkelheit“.

Neben den Filmen wird es ein breites und abwechslungsreiches musikalisches Programm, ein Kunstprojekt sowie ein vielfältiges kulinarisches Angebot geben, betonte der OB, bevor er das Wort an Kulturamtsleiter Peter Spörrer übergab. Er stellte das Programm im Detail vor.

Grundsätzlich knüpfe man in vielen Bereichen mit der diesjährigen Auflage des Kieswerk-Open-Airs an die Vergangenheit an. So findet die elftägige Veranstaltung weiterhin zu Beginn der Sommerferien auf dem Kieswerk-Areal statt. Auch die Kapazitäten sind gleich wie in den Vorjahren: Erneut bietet die Veranstaltung pro Abend Platz für 1200 Gäste.

Auch die Kieswerk-Künstler Ania Dziezewska und Volker Scheurer sind erneut mit von der Partie. Sie beteiligen sich mit einem Schwarzlicht-Kunstprojekt. Und wie gewohnt gibt es allerlei kulinarische Angebote, wobei allerdings erstmals unter anderem auch vegetarische und vegane Speisen auf der Karte stehen, betonte Spörrer.

Gewohntes und Neues

Neuerungen erwarten die Besucher indes vor allem hinsichtlich des umfassenden musikalischen Programms. Auf zwei Bühnen gibt es jeweils zeitgleich „entspannte Beats“ von wechselnden DJs, beziehungsweise Live-Musik von immer anderen Bands. Unter anderem sind das „Daniel Kiefer Duo“, die Gruppen „Blue Deal“, „Momo und die grauen Herren“ oder auch „Zart besaitet“ zu hören.

Die Bühnen sind dabei weit genug voneinander entfernt, so dass sich Musiker und DJs nicht gegenseitig in die Quere kommen.

Damit die Besucher ausreichend Zeit haben, um das Musikprogramm zu genießen, erfolgt der Einlass um 19 Uhr, während die Filmvorführungen um 21.15 Uhr starten.

Neu ist in diesem Jahr auch die Aktion „100 für 100“, so Spörrer. Dabei werden im Vorverkauf insgesamt 100 Festivalpässe für je 100 Euro im Kinopalast im Rhein-Center verkauft. Einzeln kosten die Eintrittskarten pro Abend elf Euro, an der Abendkasse 13 Euro.

Abendkasse nur noch mit Karte

Neu ist auch, dass an der Abendkasse nur noch mit Karte bezahlt werden kann. Das habe verschiedene Gründe, legten Spörrer und Dietz dar. Zum einen sei es für die Veranstalter die günstigere Lösung, zum anderen biete sich die Kartenzahlung unter anderem auch aus hygienischen Gründen an.

Zum Thema Kartenzahlung gibt es übrigens noch eine weitere Neuigkeit: Denn bargeldlos kann künftig auch an den Gastro-Ständen auf dem Festival-Gelände bezahlt werden.

Weitere Informationen: Sämtliche Details zum diesjährigen Kieswerk-Open-Air sind ab Mitte dieser Woche auch auf der Internetseite www.kieswerk-open-air.de zu finden.

Weil am Rhein (ilz). Eröffnet wird das Filmprogramm mit der Komödie „ Monsieur Claude und sein großes Fest“, bevor in der Biografie „ Elvis“ das Leben des „King of Rock’n’Roll“ im Zentrum steht. Für Freunde der Harry-Potter-Welt wird „ Phantastische Tierwesen 3“ gezeigt, und die Dokumentation „ Verplant“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Fahrradreise nach Vietnam. Eine Besonderheit: die Protagonisten werden an diesem Abend persönlich beim Kieswerk-Open-Air dabei sein.

Mit „ Everything Everywhere All At Once“ werden Genre-Grenzen überschritten, bevor in „ Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ die wahre Geschichte einer Mutter erzählt wird, sie sich für ihren in Guantanamo inhaftierten Sohn einsetzt.

Der Film „ Minions 2“ richtet sich an die kleinen Besucher und wurde von den Kindern in einer Umfrage selbst ausgewählt. „ À la Carte!“ beleuchtet die Anfänge der französischen Restaurant-Kultur. Der Klassiker „ Blues Brothers“ – die Gäste dürfen gerne entsprechend verkleidet kommen – spricht für sich.

Mit „ Dune“ gibt es einen der beliebtesten Filme der jüngsten Vergangenheit, und mit der Komödie „ Alles in bester Ordnung“ geht das Festival schließlich zu Ende.

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