Weil am Rhein Vom Wunder der Natur

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Weiblicher Torso von Volker Scheurer Foto: Felix O. Müller

Weil am Rhein. Die Weiler Kieswerk-Künstler Ania Dziezewska und Volker Scheurer haben zwei Stipendien des Landes Baden Württemberg erhalten. Die Resultate möchten sie in zwei Open Air Vernissagen einem kleinen Publikum – maximal 20 Personen – vorstellen.

Die Vernissagen finden im Dreiländergarten Weil am Rhein statt, vor dem Kunstraum Kieswerk Gelände. Die fahrbaren Galerie-Kuben sorgen für ein spezielles Ambiente und machen genügend Abstand möglich.

Auftakt ist am Donnerstag, 25. November, 19 Uhr, mit Volker Scheurers „Seven Black Forest Torsi“ – vom Schwarzwälder Tannenbaum zum weiblichen Torso mit „Tannenwipfel Sockel“.

Die Spitze und die obersten kleinen Äste mit den Tannennadeln werden als „Tannenwipfel Sockel“ verwendet. Das bedeutet, dass der Baum Kopf steht, und dann die Figur aus dem voluminöseren Teil geschnitzt wird. Es entsteht eine Skulptur die sowohl eine kritische Position zum Baumsterben und dem Klimawandel sichtbar macht, und andererseits eine sehr große Ästhetik durch den fein ausgearbeiteten femininen Oberkörper, schreibt der Künstler.

Am Donnerstag 2. Dezember, 19 Uhr, werden die Arbeitsergebnisse von Ania Dziezewska unter dem Titel „hell, flüssig, erdig“ präsentiert.

In ihren Bildern ist die Natur mächtig, sie beobachtet sie mit Freude von innen. Die Natur wird nicht gestört, nichts stört sie. „Gedanken fliegen durch meinen Kopf, Gefühle kochen über. Die Natur ist einfach da. Ich bin verzaubert von der Außenwelt, vom Leben selbst. Die Leichtigkeit des Nebeneinanders von Formen, Strukturen, und Farben“, schreibt sie.

Seit einiger Zeit versuche sie, in ihren Arbeiten die Prozesse zu zeigen, die beim Zusammenprall des Körpers der Natur mit der Zivilisation entstehen: Transformationen, Mutationen, Neuschöpfungen. Das Aussterben und die Selbstregeneration der Natur.

Drei großformatige Gemälde, die abstrakte Ausdrucksmittel verwenden, repräsentieren Einsamkeit, Angst, aber auch Hoffnung auf Besserung.

Die Öltechnik ermöglicht dabei dank der Intensität und Sättigung der Farben die Wirkung von außergewöhnlicher Tiefe.

„Eine große menschliche Fähigkeit ist die Fähigkeit zur Anpassung. Das Gefühl, überlegen zu sein über die Welt der Natur, der Pflanzen und Tiere, lässt uns vergessen, dass wir ein Teil dieser Welt sind und ohne sie aufhören werden zu existieren.“  Nur mit Voranmeldung per E-Mail und nur für Geimpfte und Genesene: volkerscheurer@gmail.com

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