Weil am Rhein Wärme aus der Tiefe?

Ingmar Lorenz
Die Wärmeversorgung soll künftig vermehrt – und bis 2040 komplett – klimaneutral werden. Foto: Ingmar Lorenz

Die Wärmeversorgung in Weil am Rhein soll bis zum Jahr 2040 klimaneutral erfolgen. Dieses in der kommunalen Wärmeplanung formulierte Ziel wird vom Gemeinderat einmütig befürwortet. Über die Frage, welcher Weg dafür beschritten werden soll, gibt es aber teils geteilte Meinungen.

Von Ingmar Lorenz

Weil am Rhein. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wies Erster Bürgermeister Rudolf Koger erneut auf die Grundpfeiler der kommunalen Wärmeplanung hin, die Anfang des Monats bereits Thema im Finanzausschuss gewesen ist. Es stellen sich mit Blick auf die Zukunft noch verschiedene Fragen, die es anzugehen gilt, legte Koger dar und wies auf Entwicklungen im Bereich der Wärmeerzeugung mit Gas und Holz hin.

Ein großes Thema seien zudem weiterhin PV-Anlagen. Diesbezüglich sei die Stadt auf dem richtigen Weg. Es gehe zugleich aber verstärkt darum, Privatpersonen dazu zu animieren, sich über die Möglichkeiten der Wärmeerzeugung durch Sonnenenergie zu informieren. Gerade auch auf die Fördermöglichkeiten, die in diesem Zusammenhang genutzt werden können, soll hingewiesen werden.

Seitens der Räte wurde eben dieses Vorgehen in den Fokus gerückt. Martin Fischer (Grüne) griff die notwendige Ausweitung der Bürgerinformationen auf. „Wir müssen in die Offensive gehen“, befand er.

Kritisch äußerte sich indes Axel Schiffmann (UFW) mit Blick auf die im Konzept vorkommende Tiefengeothermie zur Wärmegewinnung. Ansätze dieser Art in einem Gebiet zu verfolgen, das stark erdbebengefährdet ist, halte er für unsinnig. „Ich hoffe, dass uns das nicht aufgenötigt wird“, so Schiffmann.

Erster Bürgermeister Koger wies jedoch darauf hin, dass man sich dieser Art der Technologie zumindest nicht gänzlich verschließen könne. Auf benachbartem Schweizer Gebiet würde das Verfahren bereits angewendet. Zugleich aber betonte Koger, dass die Stadt Weil am Rhein das Thema mit Augenmaß angehen werde. Die Nutzung des Verfahrens solle nur dann erfolgen, wenn die Wärmegewinnung daraus ohne Risiko für die Weiler Bevölkerung möglich sei, betonte der Erste Bürgermeister.

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