Weil am Rhein Ware muss sogar nachgeordert werden

Saskia Scherer
Vor den Hütten bildeten sich zeitweise Schlangen – wie hier beim Förderverein der Judoschule Haltingen. Foto: Oliver Welti

Der Betrieb der Hütten auf der Vereins-Meile beim 3-Länder-Stadt-Festival ist für verschiedene Vereine größtenteils richtig gut gelaufen, wie die Verantwortlichen berichten. Vor allem am Samstag bei Sonnenschein war der Andrang da.

„Sehr, sehr zufrieden“ zeigt sich René Winzer als Vorsitzender des Kulturrings. „Wir haben sehr gut verkauft, bereits am ersten Tag waren wir ausverkauft, und am Samstag schon gegen 22 Uhr“, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Leute seien Schlange gestanden für die Merguez mit Soße und Baguette. Brot musste noch nachgeordert werden. Zum Glück habe er gewusst, dass die Narrenzunft noch etwas übrig hatte. „Es lief genauso gut wie vergangenes Jahr“, meint Winzer. Damals hatte der Kulturring denselben Standort an der Ecke Haupt-/Schillerstraße, damals aber noch mit einem Imbisswagen. „Nun haben wir auf eine Hütte gewechselt.“ Alles habe wunderbar geklappt und gepasst, auch was die Organisation angeht.

Falafel sind der Renner

Direkt daneben fand sich der Stand des Stadtteilvereins Weil am Rhein-Friedlingen. „Der Standort war super, viel besser als vergangenes Jahr“, meint die zweite Vorsitzende Alev Kahraman. 2023 war dem Verein eine Hütte eher in der Mitte der Hauptstraße zugeteilt worden. Am Freitag, als das Wetter schlechter war, sei die Besucherdichte zwar nicht so hoch gewesen. Aber der Samstag habe dann „den Vogel abgeschossen“: Deutlich mehr Besucher kamen. „Wir sind voll zufrieden.“ Es sei zwar viel Arbeit. „Aber es lohnt sich.“ Die Falafel, neu im Angebot neben Rindswürsten und gefülltem Fladenbrot, waren an beiden Abenden ausverkauft. „Für Samstag haben wir sogar noch die doppelte Menge nachgeordert.“ Die Mutter und Tante einer marokkanischen Freundin Kahramans hätten diese hergestellt. „Vielleicht bieten wir nächstes Jahr nur die Falafel an“, überlegt die zweite Vorsitzende.

Standort an Hauptbühne „ein Vorteil“

Bei der Tischtennisabteilung des ESV Weil am Rhein gab es Schnitzel und Pommes. Das Fazit von Serge Spiess, Sportlicher Leiter, fällt durchwachsener aus. „Am Freitag war der Zulauf sehr bescheiden. Ob das nur am Wetter lag, kann ich nicht sagen.“ Dafür sei der Samstag sehr gut gelaufen. „Da waren wir sehr zufrieden, es war eine tolle Stimmung.“ Was den Standort der Hütte angehe, sei das „so eine Sache“, meint er. „Wer vorne an der Hauptbühne seinen Stand hatte, hatte das große Los gezogen. Das ist ein Vorteil.“ Der Stand der Tischtennisabteilung fand sich dagegen vis-à-vis der Geschäftsstelle unserer Zeitung. Vielleicht lasse sich das Konzept noch optimieren. Das will er mit dem Organisationskomitee besprechen.

„Sehr gut gelaufen“ ist es für die Guggemusik Node-Spucker, berichtet Vorsitzende Alina-Marie Heuberger. Am Freitag sei es wegen des Wetters anfangs etwas schleppend gewesen, dann aber auch gut. „Und der Samstag war sehr gut.“ Auch die Organisation sei „nochmal besser“ gewesen als vergangenes Jahr, was es für die Standbetreiber einfacher gemacht habe. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“ Die Guggemusik verkaufte Pommes mit verschiedenen Toppings und Getränke an der Schillerstraße. „Der Standort war derselbe wie 2023 und super“, meint Heuberger.

Das erste Mal dabei

An der Hauptstraße, nahe des Durchgangs zum Herbergacker, fand sich die Hütte des Rockchors Ötlingen. „Am Freitag, als schlechtes Wetter war, kamen wenig Leute, das haben wir beim Verkauf gemerkt“, erzählt Vorsitzende Franziska Ringwald. „Am Samstag, als das Wetter besser war, lief es gut. Die Vereins-Meile war belebt.“ Der Standort habe sich als gut herausgestellt, auch wenn die Betreiber am Freitag noch „nicht so überzeugt“ gewesen seien. „Die Bühne auf dem Sparkassenplatz hat Leute angezogen“, lautet Ringwalds Beobachtung. Der Rockchor war zum ersten Mal dabei. Er bot Bauernbrot mit verschiedenen Aufstrichen sowie Getränke.

Bierbrunnen: reger Zulauf

Der Bierbrunnen der Stadtmusik auf dem Rathausplatz hatte an beiden Tagen regen Zulauf, freut sich Schriftführerin Karin Schneider. „Am Freitag waren etwas weniger Leute da, wohl auch wegen der kurzen Regenschauer. Am Samstag waren wir positiv überrascht, dass so viele Leute trotz schlechter Wetterprognose da waren.“ Der Verein sei sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals.

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