Weil am Rhein (rewe). Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere leiden derzeit unter der Bruthitze. Dies nahm denn auch der Weiler Kleintierzuchtverein C 201 zum Anlass, auf die ursprünglich am Wochenende im Sohleck vorgesehene Jungtierschau zum Wohle der Tiere zu verzichten. Nachdem am vergangenen Freitag bereits alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, sollten als letzter Schritt nur noch die Tiere in die Käfige in der Ausstellungshalle gesetzt werden. Wie von Zuchtwartin Sonja Bußhardt-Hertlin zu erfahren war, liefen ihre Yokohamas im Geflügel-Freigehege auf dem Vereinsgelände nicht mehr umher, sondern suchten vor der Hitze Schutz im Schatten unter den Bäumen. Nach dieser Beobachtung beschlossen die Züchter, ihre Tiere nicht in der Ausstellungshalle in die Käfige zu setzen und somit die Tierschau ausfallen zu lassen. Immerhin wurden bereits am Samstagvormittag in der Ausstellungshalle 31 Grad gemessen – und dies bei geöffneten Fenstern und Türen. „Das hatten wir noch nie“, berichtete Zuchtwartin Sonja Bußhardt. Außerdem starben aufgrund der Hitze in der vergangenen Woche bereits einige Kaninchen, darunter auch aus der Zucht der Schwarzgrannen des Vorsitzendem Peter Schassberger. Normalerweise wollte man rund 60 Kaninchen- und Geflügelarten zur Bewertung ausstellen. Wie Vorsitzender Peter Schassberger informierte, würde eine nachträgliche Anbringung einer Klimaanlage in der Ausstellungshalle nicht viel bringen, da die Tiere, wenn sie nach der Tierschau aus der abgekühlten Halle wieder in ihre gewohnte Umgebung gebracht werden, durch den Temperaturwechsel einen „Hitzeschock“ erleiden würden. Nicht viel änderte sich hingegen am Wochenende für interessierte Besucher: So war im Vereinsheim und auf dem Gelände für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Besichtigt werden konnten aber auch die Tiere, die diesmal hitzefrei hatten und sich in ihrem gewohnten Gehege mit schattigen Plätzchen aufhielten. Für die anstehende Kreisjungtier-Pokalschau am 19. Juli hofft der Verein auf angenehmere Temperaturen.