Weil am Rhein Weil am Rhein winkt ab

 Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Die Landesregierung will den Anteil der täglichen Wege, die zu Fuß zurückgelegt werden, von 21 auf 30 Prozent steigern. Eine Maßnahme, die diesem Ziel Vorschub leisten soll, ist ein landesweites Aktionsprogramm. Insgesamt 68 Kommunen hatten sich dafür beworben, Weil am Rhein entschied sich bewusst dagegen.

.Fußverkehr soll verstärkt Vorrang einräumt werden. Die Bürger vor Ort sollen einbezogen werden. Diese können und sollen gemeinsam mit Politik und Verwaltung sowie weiteren Akteuren an der Erarbeitung des örtlichen Zebrastreifen-Konzepts und bei der konkreten Ausgestaltung neuer Querungen mitwirken.

Neue Übergänge in Weil

Die Weiler Stadtverwaltung war sich „nach reichlicher Überlegung“ darin einig, dass im Rahmen der regulären Verkehrsplanung Fußgängerüberwege ohnehin dort gesetzt werden, wo es notwendig ist, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung. Man orientiere sich an den stark frequentierten Stellen.

Auch ohne die Beteiligung an dem Aktionsprogramm würden in Weil am Rhein neue Zebrastreifen geschaffen. Hier verweist die Stadtverwaltung auf den im Frühjahr eingerichteten Fußgänger- und Fahrradüberweg mit Ampelschaltung an der Römerstraße, der sich zwischen Vitra und Heizzentrale befindet. Im Jahr zuvor sei auch auf der Breslauer Straße ein neuer Zebrastreifen entstanden. „Wir sind diesbezüglich gut dabei“, erklärt Erster Bürgermeister Christoph Huber.

Nur relative Sicherheit

Doch nicht nur die neuen Zebrastreifen waren im Blick, sondern ebenso weitere mögliche Übergänge. Diese seien jedoch „nach ausführlicher Betrachtung“ verworfen worden. Denn Fußgängerüberwege würden nur eine relative Sicherheit bedeuten, da gerade dort häufiger Unfälle passieren als andernorts.

Denn, so heißt es von Seiten der Stadt. „Fußgänger verlassen sich oftmals auf die Markierungen und versichern sich nicht mehr mit eigenem Blick in ihre Umgebung, dass die Straße auch wirklich frei ist.“

Öfters zu Fuß gehen

Von Seiten der Landesregierung wird darauf verwiesen, dass durch größere und schnellere Autos das Queren von Straßen immer gefährlicher werde. Zebrastreifen würden die Überquerung dagegen einfacher und sicherer machen. Daher habe das Verkehrsministerium das Programm gestartet.

„Mit dem Aktionsprogramm Sichere Straßenquerung wollen wir den Fußverkehr sicherer und komfortabler machen und Barrieren abbauen. So können wir die Menschen motivieren, öfters zu Fuß zu gehen“, erklärt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Die Förderung des Fußverkehrs sei ein wichtiger Bestandteil einer modernen Mobilitätspolitik, betont das Ministerium.

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