Weil am Rhein Weinfreunde feiern riesige Party

Norbert Sedlak

Der Berg ruft – und bei herrlichem Sommerwetter machten sich am Samstag Hunderte auf den Weg zum 460 Meter hohen Weiler Hausberg, um den „Weinweg in Flammen“ zu genießen.

Von Norbert Sedlak

Weil am Rhein. Auf einer Länge von rund vier Kilometern wurde mit heimischen Weinen und einer vielfältigen Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten sowie einer Aussicht ins Rheinvorland bis hin zu den Vogesen und dem Jura eine riesige Party gefeiert. Die sechste Auflage der Veranstaltung lockte die Menschen in Scharen in die herrliche Natur des Tüllinger Bergs. Spritzige Weißweine und edle Rotweine erfreuten die Gaumen, aber auch Mineralwasser hatte Hochkonjunktur.

Lauschige Sommernacht

Der Auftakt um 18 Uhr war bei Temperaturen von mehr als 30 Grad noch etwas verhalten. Viele Besucher machten sich erst später auf den Weg zum Tüllinger. In der lauschigen Sommernacht wurden die Temperaturen inmitten der Rebberge indes immer angenehmer und nach und nach trudelten die Weinfreunde ein.

Nicht nur die Plätze an den einzelnen Stationen waren von 20 Uhr an zunehmend gut besetzt; es herrschte teilweise eine echte „Druggette“, die Besucher setzten sich auch auf die Bänke entlang des Weinwegs oder ließen sich an den Wegesrändern nieder und genossen die schöne Stimmung, die Ruhe und den malerischen Sonnenuntergang.

200 LED-Leuchten

Winzer Dieter Rösch hatte die Idee mit der LED-Beleuchtung und steckte am Morgen rund 200 Leuchten alle 30 Meter entlang des Weges. Das seien die modernen Fackeln, meinte ein Besucher schmunzelnd. Auch ohne Feuerturm und Schwedenfeuer war es eine sehr angenehme Veranstaltung, bei der sich die Besucher wohlfühlten, so die Bilanz. Silvia Hellstern meinte beispielsweise, es sei sehr vernünftig, auf Feuer zu verzichten, und es wäre unverantwortlich, falls dadurch ein Feuer ausbrechen würde.

Nicht nur an den Ständen bildeten sich Menschentrauben, auch bei den Begegnungen auf der Strecke wurden viele Worte gewechselt. Die Besucher genossen es, das eine oder andere Gläschen Wein zu trinken. Dazu gab es eine vielfältige Auswahl an Speisen.

Vielfältiges Speisenangebot

So bot das Weingut Schneider Brezel, Speck- und Käsbürli an, bei Dieter Rösch vom Weingut „Vinessli“ gab es Tresterwürste. Die Bezirkskellerei Markgräflerland vertreten durch die TSG Ötlingen, die für den Gesangverein Ötlingen eingesprungen waren, versorgten die Gäste mit Merguez und Steak, während Hansjörg Sprich Spiegeleier zubereitete. Die Haltinger Winzer boten Grillwürste sowie gegrillten Camembert. Erstmals waren Susi und Jürgen Engler dabei und offerierten Schmalzbrot und Rosinenzopf. Das Weingut Ruser überraschte mit Käse, Schüblinge und Kuchen, während das Weinhaus Frey Gegrilltes offerierte. Bei Werner und Gerd Röschard waren Wurst- und Rindfleischsalat sowie Gugelhupf im Angebot.

Die Winzer der IG Weinweg waren mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Die Gäste sind sehr freundlich,Wein macht eben gesellig, bei uns ist eine tolle Stimmung“, freute sich Rösch.

FOTOGALERIEWeitere Fotos unter www.dieoberbadische.de

Verschiedene Naturschutzverbände informierten über das Schutzgebiet Tüllinger Berg, der eine große Anzahl von vielen verschiedenen, auch seltenen Arten beheimatet. Der Stand vom Streuobst-Klassenzimmer, Trinationalem Umweltzentrum, Vogelschutz Riehen und Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Lörrach war gut besucht. Für Umweltpädagoge Armin Wikmann, treibende Kraft in Sachen Natur, war es wichtig, die Gäste für Naturschutz zu sensibilisieren. Der Tüllinger sei zwar eine Kulturlandschaft, doch irgendwo müsse bei der Nutzung auch eine Grenze gezogen werden, betonte Wikman. Einige Besucher zeigten sich sehr interessiert, manche liefen aber auch achtlos vorbei.

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