Die Vorarbeiten für die Umgestaltung des Rheinparks wie Baumfällungen, Geländemodellierungen und Abbrüche von Mauern beginnen im Oktober. Bis der Park nach den Plänen des Wettbewerbsgewinners „faktorgrün“ aus Freiburg vollständig neu gestaltet und erweitert ist, dauert es jedoch noch bis ins Jahr 2020.

Von Siegfried Feuchter

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Weil am Rhein. 180 000 Euro hat der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung für die ersten Maßnahmen freigegeben, nachdem Landschaftsplaner Martin Schedlbauer von „faktorgrün“ nochmals die Grundzüge der Planung und das überarbeitete Wettbewerbsergebnis vorgestellt hatte.

Klare Linien und Strukturen, Transparenz und die Vermeidung von Angsträumen, eine neu gestaltete Rheinpromenade, aufeinander abgestimmte Wegebeziehungen sowie ein Radweg entlang des Rheins sind prägende Elemente der Planung. Dazu kommt die Neugestaltung des Rheinufers mit Badebucht, Steg und langer Sitz bank, um es attraktiver zu machen und den Rhein näher an die Stadt heranzurücken. Verschiedene Spielplatzbereiche wie Streetball- und Skateranlage, Beachvolleyball, eine „Unterwasserwelt“, Dreiländergolf, Schach, Boule sowie Spiel- und Erlebnisgärten, Generationentreffplatz und einiges mehr sind möglich. Grundsätzliches Ziel ist es laut Schedl­bauer, den Park zu öffnen und ihn transparenter zu machen. Der Radweg wird am Ufer entlang unter der Dreiländerbrücke hindurch geführt. Wie es dann nach Basel weitergeht, ist noch offen. Der Radweg wird einen anderen Belag erhalten als die Fußwege.

80 Bäume neu pflanzen, 50 müssen weichen

„An Bäumen wollen wir erhalten, was irgendwie geht“, betonte der Planer. 150 Bäume können nach dem vorliegenden Konzept erhalten werden, 15 weitere dank entsprechender Pflegemaßnahmen. 80 Bäume werden neu gepflanzt, während aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit 21 gefällt werden müssen. Und 36 Bäume müssen weg, weil sie dem Konzept im Wege stehen.

Die Durchforstung des Baumbestands hängt auch damit zusammen, den Besuchern des Rheinparks ein „objektives Sicherheitsgefühl“ zu vermitteln. Es sollen möglichst keine Angsträume entstehen, das heißt, uneinsehbare Räume und Flächen. Dafür wird auch eine entsprechende Beleuchtung innerhalb des „neuen“ Parks sorgen. Was die Sicherheit anbelangt, haben Stadt und Planer auch den Rat der Polizei eingeholt und berücksichtigt.

Bürger werden noch einbezogen

Der Grundausbau des Rheinparks ist für 2019 und 2020 vorgesehen. Deshalb werden Ende des Jahres bei einem Informationsabend die Bürger einbezogen, die darlegen können, was ihnen an „Aktivitätsfeldern“ wichtig ist.