Weil am Rhein Wie Familienvermögen in Gesellschaft vereinen?

Die Referenten bei Info-Kompakt (v.l.): Björn Tesche, Moritz Kleiderman und Jürgen Brombacher                                                                                   Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Auf große Resonanz ist die dritte und letzte Veranstaltung der diesjährigen Info-Kompakt-Reihe der Weil am Rhein Wirtschaft und Tourismus GmbH (WWT) in den Räumen der Sparkasse Markgräflerland gestoßen. Obwohl das Thema sich an eine spezielle Zielgruppe richtete, fanden sich mehr als 50 interessierte Besucher zu den drei Vorträgen über den „Familienpool als Gestaltungselement für die Nachfolge in Immobilienvermögen“ ein.

Notar Moritz Kleiderman aus Lörrach, der erstmals bei einer WWT-Veranstaltung referierte, begann mit rechtlichen Grundzügen und stellte dar, dass die klassische „Patentlösung“, Immobilienvermögen durch Schenkung, gegebenenfalls unter Nießbrauchsvorbehalt auf die nächste Generation zu übertragen, in vielen Konstellationen nicht befriedigend ist. Er zeigte auf, dass gegenüber dieser klassischen Variante die Einbringung von Immobilienbesitz in eine Gesellschaft und anschließende Übertragung von Anteilen daran an die Kinder oder Enkel vielfältige Vorteile biete.

Steuerberater Jürgen Brombacher von der Vitan Treuhand GmbH beleuchtete die steuerlichen Aspekte einer solchen Familiengesellschaft und verglich die unterschiedlichen Rechtsformen und deren Steuerbelastungen. Auch er zeigte anhand einiger Beispiele auf, dass sich bei guter Planung und Gestaltung Vorteile bei der Einkommenssteuer und vor allem bei der Erbschaftsteuer erreichen lassen. Auch auf die Vorschriften im Bereich der Grunderwerbsteuer ist bei diesen Gestaltungen zu achten.

Abgerundet wurde der Abend durch den Vortrag von Rechtsanwalt Björn Tesche von der Kanzlei Seidler & Kollegen, der sich als Fachanwalt für Familienrecht und Erbrecht mit zivilrechtlichen Aspekten des Familienpools befasste. Er legte den Schwerpunkt dabei auf die frühzeitige Beteiligung auch minderjähriger Kinder, die sich anbietet, um die zuvor aufgezeigten Vorteile ideal zu nutzen, hieß es.

Letztendlich waren sich die Referenten einig, dass in vielen Fällen vor allem die Gesellschaftsform der KG eine ideale Grundlage bietet, um Familienvermögen in einer Gesellschaft zu vereinen. Wer sich zur Gründung einer Familiengesellschaft entscheidet, sollte unter Berücksichtigung von steuerlichen Details viel Wert auf eine sorgfältige Vertragsgestaltung legen, hieß es.

Nach den Vorträgen schloss sich eine intensive Diskussion mit den Referenten beim Apéro an.

Wer sich für die Folien zu den Vorträgen interessiert, kann diese teilweise auf der Homepage der beteiligten Büros einsehen.

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