Weil am Rhein „Wie ich es geschafft habe, ist mir ein Rätsel“

Norbert Adam feiert heute seinen 80. Geburtstag. Foto: sc Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (sc). In der Jugendarbeit, der Kommunalpolitik sowie im kirchlichen und sozialen Bereich hat sich Norbert Adam, der heute seinen 80. Geburtstag feiert, verdient gemacht. Die Liste seines Engagements ist beachtlich.

Der berufliche Werdegang

In Weil am Rhein ist der Jubilar geboren. Er besuchte die Leopoldschule und das Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach. Danach folgte eine Lehre zum Maschinenschlosser. Am Technikum in Weil legte er die Prüfung zum staatlich geprüften Techniker ab.

Es folgten eine Ausbildung an der Programmierschule in Villingen sowie verschiedenste Aufbau- und Fortbildungsseminare in der EDV. Beruflich war er als stellvertretender EDV-Leiter, Handlungsbevollmächtigter, Leiter der Stabsabteilung Organisation und Datenverarbeitung sowie Prokura tätig. Vor seiner Pensionierung arbeitete Norbert Adam zuletzt bei der Firma Fröde.

Politik und OB-Vertreter

Seit 1965 war der Jubilar Mitglied der Jungen Union in der CDU und Beisitzer im Vorstand. 31 Jahre lang begleitete er als Gemeinderat die Geschicke in seiner Heimatstadt. In dieser Zeit übernahm er 26 Jahre lang im Finanzausschuss und fünf Jahre im Kultur- und Verwaltungsausschuss Verantwortung. Als Mitglied des Umlegungsausschusses, des Kindergartenausschusses, im Musikschulbeirat, Aufsichtsrat in der WWT sowie in der Logistik-Gesellschaft LDZ brachte der Jubilar sein Wissen ebenfalls ein. Einer der Höhepunkte in der Zeit als Gemeinderat sei die Fertigstellung der Dreiländerbrücke gewesen. Auch die Rechtsabbiegespur beim Kreisel zur Palmrainbrücke verbucht Adam als Erfolg. Leider erfolglos seien die Bemühungen um den Durchstich nach Friedlingen geblieben. „Hier haben wir einiges verpasst“, stellt der Jubilar fest. Auch als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und 15 Jahre lang als Stellvertreter des Oberbürgermeisters war Norbert Adam aktiv.

Kirche und Pfadfinder

Im Ausschuss Kriegsdienstverweigerer Freiburg und als Schöffe am Jugendschöffengericht Lörrach erfüllte der Jubilar ebenfalls seine Bürgerpflicht. Daneben brachte er sich als Mitglied des Pfarrausschusses im Pfarrgemeinderat, als Lektor, Kommunionshelfer, Gemeindeteam-Mitglied sowie als stellvertretender Vorstand in der Sozialstation der katholischen Kirche St. Peter und Paul ein. Die Verbundenheit zur Kirchengemeinde lag nahe, war Adam doch von frühester Jugend an ein begeisterter St. Georgs-Pfadfinder. Stammesführer, Hilfsfeldmeister, Feldmeister, Bezirksvorsitzender im Hauptausschuss Diözese – „einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“, sagt der Jubilar.

Für seine Arbeit wurde Norbert Adam mit der Georgs-Medaille des Bundes ausgezeichnet. Sein Engagement in der Jugendarbeit ging jedoch weit über die Pfadfinder hinaus. So brachte sich der Jubilar auch im Stadtjugendring, dem Kreisjugendring und dem Jugendwohlfahrtsausschuss ein. Die unterschiedlichsten Vereine und Organisationen, wie beispielsweise ESV, Spielmannszug, Feuerwehr, Stadtmusik, DRK oder Narrenzunft unterstützte der Jubilar ebenfalls. Auch lagen ihm der Dreiländergarten, wo er Vorstand des Fördervereins war, oder die Städtepartnerschaft mit dem Table Ronde sehr am Herzen.

Das Familienleben

„Wie ich das alles geschafft habe, ist mir heute ein Rätsel“, stellt der Jubilar fest. Denn neben all seinem vielfältigen Engagement war da auch noch seine Familie. Mit seiner Frau Edeltraud, die vor einigen Jahren verstorben ist, hat der Jubilar zwei Töchter. Mit seiner Lebensgefährtin Gabi pflegt er das Spazierengehen und das Fahrradfahren. Mit den „Alt-Pfadis“ hat er unvergessliche Wanderungen auf dem Jakobsweg gemacht.

Die derzeitigen Beschränkungen durch die Pandemie empfindet Adam als „nicht so schlimm“. Einzig, dass er bei Wanderungen nicht mehr einkehren kann, das sei schade, das vermisse er. Langeweile kennt der Jubilar nicht. Noch immer beschäftigt er sich mit der EDV und seinen Enkeln. Das Jubelfest wird im kleinen Kreis der Familie gefeiert werden.

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