Weil am Rhein Wie Weil neuen Wohnraum schafft

Ingmar Lorenz
In Weil am Rhein entsteht zusätzlicher Wohnraum. Bereits abgeschlossen ist das Projekt an der Nonnenholzstraße in Otterbach. Foto: Ingmar Lorenz

Wie sieht die Zukunft der Stadt Weil am Rhein aus? Eine Antwort auf diese Frage liefert in Teilen der Zwischenbericht zur Umsetzung der strategischen Ziele, den die Verwaltung jüngst im Gemeinderat vorgestellt hat. Unter anderem wird in dem Bericht beleuchtet, wie sich die 3-Länder-Stadt in Sachen Wohnungsbau entwickeln soll.

Von Ingmar Lorenz

Weil am Rhein. Klar und deutlich ist im Bericht der Verwaltung das Ziel benannt: die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die generelle Erhöhung der Angebots an Wohnungen. Insgesamt vier Maßnahmen werden im Bericht aufgeführt, durch die dieses Ziel erreicht werden soll. Dabei handelt es sich um die Ausweisung neuer Baugebiete, die verträgliche Nachverdichtung, die Unterstützung der Wohnbau Weil am Rhein bei Bauprojekten sowie die Bauplatzvergabe mit Sozialverpflichtung. Jedem dieser Punkte wiederum sind entsprechende Projekte zugeordnet.

Mehr Wohnraum ist ein Kernanliegen

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum hatte der Gemeinderat bereits im Jahr 2017 als eines von drei strategischen Wirkungszielen – neben der Verbesserung der Mobilität sowie der Entwicklung und Gestaltung der Innenstadt – definiert. Die strategischen Ziele wurden später weiter konkretisiert. Einmal jährlich wird der Gemeinderat seither von der Verwaltung über den aktuellen Stand der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen informiert.

Hinsichtlich der neuen Baugebiete werden im Bericht der Verwaltung unter anderem die Projekte „Hohe Straße IV“ und „Otterbach Süd“ angeführt, ebenso wie das Projekt „Blauenstraße“ in Friedlingen. In diesem entstehen 200 neue Wohneinheiten, während in „Otterbach Süd“ gar um die 650 Einheiten angedacht sind.

Im Punkt „Unterstützung der Wohnbau Weil am Rhein“ wird unter anderem die Wohnanlage an der August-Bauer-Straße sowie das Bauen mit Holz an der Nonnenholzstraße in Otterbach benannt. Beide Projekte sind bereits weitgehend abgeschlossen. An der August-Bauer-Straße wurden die ersten 36 Wohnungen im Jahr 2020 an die Mieter übergeben, weitere 50 Wohnungen im darauf folgenden Jahr. Im Frühjahr 2022 erfolgte dann auch die Übergabe der zwölf Wohnungen in Otterbach an die Mieter.

Die Projekte an der Blauenstraße und an der Römerstraße werden im Bericht mit Blick auf die Bauplatzvergabe mit Sozialverpflichtung im Bericht benannt.

Hinsichtlich der verträglichen Nachverdichtung führt die Verwaltung die Aufstockung des Gebäudes Bühlstraße 19 ins Feld. Dabei soll das Dach des bestehenden Gebäudes ausgebaut werden, so dass neuer Wohnraum entstehen kann. Insgesamt entstehen zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen.

Viele zusätzliche Bestrebungen

In vielen der aufgeführten Kategorien lassen sich darüber hinaus weitere Bestrebungen der Stadt ausmachen, die dem Ziel dienen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Dass diese nicht im Bericht erwähnt werden, liegt daran, dass dieser den aktuellen Stand der Umsetzung jener Maßnahmen wiedergibt, die im Haushaltsplan 2022 auftauchen. Indes kommt insbesondere dem Thema Nachverdichtung generell eine hohe Bedeutung zu, wie sich unter anderem an den jüngsten Entwickelungen in Haltingen oder in Alt-Weil deutlich zeigt. Denn unter anderem ist auch beim Bebauungsplan „Historischer Dorfkern Haltingen“ die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum bei gleichzeitiger Erhaltung der Bestandsgebäude ein Kernthema. Und auch in Alt-Weil wird die Nachverdichtung im Zuge des Entwicklungsprozesses, der jüngst durch einen Zuschuss im Rahmen des Städtebauförderprogramms 2022 angeschoben worden ist, künftig weiter Fahrt aufnehmen.

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