Weil am Rhein Wohnungsmarkt-Druck Rechnung tragen

Die vorderen Häuser können gebaut werden, für das hintere Gebäude muss noch der Bebauungsplan geändert werden. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (mcf). Das Gesamtkonzept der städtischen Wohnbau, an der Nonnenholzstraße in Otterbach drei zweigeschossige Gebäude mit zurückgesetzter Attika in Holz-Modulweise zu bauen, hat bei den Bürgern vor allem wegen der noch nicht geklärten Parkplatzsituation für Nachfragen gesorgt. Warum hier im ersten Bauabschnitt zwölf Wohnungen verteilt auf zwei Gebäude und nach einer Bebauungsplanänderung im nördlichen Bereich ein weiteres Haus mit einer noch nicht feststehen Wohnungszahl errichtet werden sollen, erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Dietz. „Wir haben einen Druck auf dem Wohnungsmarkt.“ Es gebe nicht mehr viel bebaubare Bereiche.

Ursprünglich war für diesen Bereich einmal vorgesehen, die dortigen Zollhäuser abzureißen und neu zu bauen. Nachdem die Stadt das Areal samt Gebäude erwerben konnte, wurden hier Flüchtlinge untergebracht. Wie berichtet, sind mittlerweile die ursprünglichen Pläne verändert worden und nur ein Teil der Häuser wird abgerissen. Die Wohnbau setzt nun im südlichen Bereich darauf, keine Reihenhausbebauung vorzunehmen, sondern eine Mehrfamilienhausbebauung mit Ein- bis Vierzimmerwohnungen, die von 37 bis 95 Quadratmetern groß sind – und vor allem auch für Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbar. Zwar sieht sich die Wohnbau in der Pflicht, Flüchtlinge unterzubringen, was in 21 Wohnungen in Weil verteilt auf das Stadtgebiet erfolge. Doch da in drei Gebäuden auf dem Gelände schon die Geflüchteten leben, gelte es hier nun auch den anderen Bevölkerungsschichten günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Insgesamt soll so eine „gesunde Durchmischung“ stattfinden.

Ein Anwohner sorgte sich aber, dass hier eine „mittelwertige Lösung“ mit der modularen Bauweise in Holz angedacht sei. Auch das Verkehrsaufkommen und die knappen Stellplatzflächen beäugte er kritisch. Heiler und Dietz zeigten sich hingegen von der Optik der Häuser überzeugt. Die Stellplatzverordnung müsse natürlich eingehalten werden, wobei hier noch der Plan weiter ausgearbeitet werden müsse.

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