Weil am Rhein „Wunderkräfte“ am Werk

Weiler Zeitung, 07.05.2017 20:26 Uhr

Wie „wundervoll“, dass so viele der Einladung des Familienzentrums Wunderfitz („Wufi“) zu seinem 20. Geburtstag gefolgt seien, freuten sich Geschäftsführerin Ingrid Weinmann und Vorsitzende Halka Dupy. Man könne sich „wundern“, was alles entstanden sei in dem „Wunderwerk“, das doch kein „Weltwunder“ sei, wo aber „Wunderkräfte“ am Werk seien.

Weil am Rhein (cg). Die Begrüßung am Freitagabend untermalten Wufi-Mitarbeiter mit Plakaten voller Schlagwörter rund ums „Wunder“, etwa: wunderbare Betreuung, wunderfitzig, Wunderkinder, wundervolle Unterstützung.

Was 1997 aus einer Elterninitiative heraus entstanden sei, habe sich zu einem professionellen Familienzentrum entwickelt, das aus Weil am Rhein nicht mehr wegzudenken sei, zeigten sich Weinmann und Dupy stolz. Ihr Dank galt den vielen Unterstützern des Wufi: Stadt, Sponsoren, Mitgliedern, Freunden, Referenten (hier besonders Martina Matt, die von Anfang an dabei ist) und Mitarbeitern, vor allem aber den Gründerinnen Katja Köppel-Nelke und Evelyn Holtschlag.

Rund 100 geladene Gäste, darunter Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, der Zweite Bürgermeister Rudolf Koger, Gemeinderatsmitglieder, Sponsoren und Wegbegleiter waren der Einladung zur Jubiläumsfeier ins Haus der Volksbildung gefolgt und erlebten einen liebevoll und humorig gestalteten Abend voller schöner Rückblicke.

Zu Wort kamen auch die ehemaligen Vorsitzenden Alexandra Zapp und Thomas Haselwander, die beide den Verein mitgeprägt haben. Unter Alexandra Zapp (2001 bis 2005) galt es politisch zu vertreten, dass Frauen nach der Geburt wieder arbeiten wollen und eine gute Kinderbetreuung bräuchten; und Thomas Haselwander, der über zehn Jahre Vorsitzender war, betonte die beiden wichtigen Grundsätze, die der Verein entwickelt hatte: eine „Corporate Identity“ fürs Wunderfitz zu schaffen und die Mitarbeiter-Anstellung.

OB Dietz lernte das Familienzentrum im Frühjahr 2000 kennen und zeigte sich beeindruckt. Viele Elterninitiativen hätten nur eine kurze Lebenszeit, doch das Wufi wurde weitergereicht und sei gesellschaftlich weitergegangen, ein „Front Runner“, wie er es bezeichnete. Er sei dankbar dafür, dass das Wunderfitz „am Ball geblieben“ sei, und für die gute Partnerschaft mit der Stadt, die sich inzwischen auch finanziell beteiligen könne, so Dietz. Mit diesen Worten überreichte er einen Scheck und wünschte alles Gute für die nächsten 20 Jahre.

Kurze Videos gaben schließlich einen Einblick in die Bereiche des Wufi: Da sah man eine Geschäftsführerin zwischen Aktenbergen verschwinden, erfuhr, was der Fachdienst Kindertagespflege alles leistet, erlebte die Spielgruppen-Kinder beim Singen im Stuhlkreis, sah die Krippenkinder im Spiel vertieft und erhielt einen Einblick in die vielseitige Ferienbetreuung. Die Hortkinder präsentierten „ihren“ Hort selbst mit vielen lustigen Einlagen.

Im Foyer gab es anschließend Zeit für intensive Gespräche und ausführliche Informationen über das Schaffen des Wufi. Für die musikalische Unterhaltung sorgten Isabella Leitherer (Violine) und Yannick Schäfer (Keyboard) aus Bond’s BigBand der Musikschule.