Wieden Kindergartenbeiträge steigen

Der Gemeinderat hat die Erhöhung der Kindergartengebühren beschlossen.Symbolfoto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Sowohl bei den Kosten für die Abwasserbeseitigung als auch bei den Aufwendungen für die Wasserversorgung erbrachten die gebührenrechtlichen Ergebnisse für den Abrechnungszeitraum 2019 unterm Strich negative Zahlen.

Von Paul Berger

Wieden. Wie Meike Schelshorn vom Schönauer Rechnungsamt berichtete, beläuft sich das Minus beim Abwasser auf 6470 Euro. Beim Frischwasser fiel das gebührenrechtliche Ergebnis mit 34 412 Euro noch etwas höher aus. Da Frischwasser- und Abwassergebühren kostendeckend erhoben werden, hat die Gemeinde fünf Jahre Zeit, die festgestellten Defizite auszugleichen. Als wesentliche Ursache für die entstanden Minusbeträge nannte Meike Schelshorn neben der Wartung der insgesamt sechs Hochbehälter in Wieden zusätzliche Aufwendungen für Reparaturen sowie die laufenden Kosten für den Betrieb der UV-Anlagen.

Kindergartenbeiträge

Ab 1. September erhöhen sich die Elternbeiträge für den Kindergarten Wieden um jeweils fünf Prozent. Waren bislang für ein Kind je Familie 109 Euro fällig sind es künftig 114 Euro pro Monat. Familien mit zwei Kindern zahlen für ein Kindergartenkind künftig 87 statt bislang 83 Euro. Bei Familien mit drei Kindern erhöht sich der Beitrag von 55 auf nunmehr 58 Euro.

Mit der Erhöhung, so berichtete Meike Schelshorn, sei der Gemeinderat der Empfehlung des Deutschen Städte- und Gemeindetages gefolgt, der eine Anhebung der Gebühren auf einen Deckungsanteil von 20 Prozent empfiehlt. Für die Monate März und April wurden den Eltern die Kindergartengebühren wegen des Corona-Lockdowns erlassen. Dennoch sind für die Gemeinde in dieser Zeit fixe Kosten entstanden.

Arbeitsvergaben

Bürgermeisterin Annette Franz informierte über die vorgesehenen Arbeiten in den Räumen der Grundschule. Vom Gemeinderat hierfür vergeben wurden mehrere Aufträge an Firmen und Handwerker zur Durchführung der anstehenden Sanierungs- und Innenarbeiten im Schulgebäude. Neben dem Entfernen und Abfräsen von Bodenbelägen fallen dort auch Maler- und Lackierarbeiten an. Außerdem ist eine Untersuchung der Raumluft vorgesehen.

Ob es hierfür einen konkreten Grund gebe?, wollte Michael Fischer wissen. Bürgermeisterin Annette Franz sagte, es handle sich dabei um eine reine Vorsorgemaßnahme. Insgesamt belaufen sich die Summen für die vergebenen Aufträge auf 75 000 Euro.

Bauvorhaben

Positiv vom Gemeinderat beschieden wurden auch vier private Bauvorhaben, bei denen es vornehmlich um An- und Umbauten an bereits bestehenden Gebäuden ging.

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