Wieden Musiker zeigen bravouröse Leistung

Blasmusik kann alles; stimmig und mit Bedacht hatte die Bergmannskapelle Wieden das Motto für ihr gelungenes und, wie sich zeigte, glanzvolles Weihnachtskonzert gewählt. Ein beschwingt unterhaltsamer Abend, der, wie Jakob Dörflinger in seiner Begrüßung bereits ankündigte, für die Besucher etliche Überraschungen parat hielt.

Von Paul Berger

Wieden. Schon die Einstimmung durch die Zöglinge machte deutlich, wohin die muntere und durchweg abwechslungsreiche musikalische Reise führte. Aufhorchen ließen zu Beginn Hubert Behringer und seine talentierten Nachwuchsmusiker mit ihren Darbietungen moderner, traditioneller weihnachtlicher Weisen, denen mit Georg Friedrich Händels „Royal Fireworks Music“ gleich eine weitere klingende Überraschung folgte. Denn auch für den von Anita und Philipp Klingele angekündigten und bewundernswert vorgetragenen Modetanz „Locomotion“ von Carole King sowie dem temperamentvoll gespielten „Latin Fire“ hatten sich die angehenden jungen Musiker den begeisterten Applaus des Publikums redlich verdient. Dafür gab´s mit „Let´s play“ für die Besucher auch eine nette Zugabe.

Ebenso freuten sich Simon Behringer und sein 30-köpfiges Jugendorchester über die überaus begeisterte Zustimmung an diesem Abend. Mit „Arrival“, 1976 erschienen als viertes Album der weltbekannten schwedischen Popgruppe „Abba“, schafften die aufgeweckten jungen Musiker bravourös ihren Einstieg. Ihre aufmunternde musikalische Reise führte weiter nach „Silver Creek Valley“, einem ebenso bezaubernden wie pompösen Werk von Kees Vlak, in dem dieser in eindrucksvollen Impressionen in die aufregende Pionierzeit Kanadas führt.

Einen bewundernswerten musikalischen Glanzpunkt setzten Simon Behringer und sein engagiertes Jugend-Orchester mit ihrem hervorragend gemeisterten und von spannungsreicher Musik begleiteten Werk, „Pirates of the Carribean“, ein Stück für das die jungen Musikerinnen und Musiker lange und intensiv geprobt hatten und nach dessen erfolgreichem Gelingen Simon Behringer, wie unschwer zu erkennen war, sichtlich ein Stein vom Herzen fiel. Zuvor schon konnte man mit „Amen“, dem feierlich andächtigen Werk von Pavel Stanek, ebenfalls die Herzen des Publikums für sich gewinnen.

Etwas Neues wagen: Mit dieser Ankündigung machte Jakob Dörflinger nicht nur neugierig auf den mit Spannung erwarteten Auftritt des Aktiv-Orchesters. Mit Hubert Behringer am Dirigentenpult erinnerte das Orchester mit einer klingenden Zeitreise an die Highlights im Dorf im zu Ende gehenden Jahr, bevor der „Petersburger Marsch“, von einem klaren Bass-Solo durchaus ins rechte Licht gerückt, erklang. Wer kennt sie nicht, die Melodie aus Ennio Morricones Film, „Spiel mir das Lied vom Tod“?

Geradezu meisterlich parierte Barbara Ritter in „Once Upon A Time in The West“ ihren Solopart auf der Mundharmonika. Eine echte musikalische Herausforderung für das Orchester war ebenfalls die Aufführung von „The Magic of Andrew Loyd Webber“ und der darin enthaltenen Operette von Carl Maria von Weber, „Der Freischütz“.

Beschwingt heiter servierten Hubert Behringer und seine Musiker mit ihrem flott gespielten Potpourri „Boogie Forever“ sowie den typischen Rock-Melodien in „Whatever you want“ mal etwas leichtere musikalische Kost. Vollauf begeistert war das Publikum zum Abschluss dann bei den rhythmischen Passagen von Martin Scharnagls Polka „Augenblicke“.

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