Wieden Vom Senior, der plötzlich viel Geld hat

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Tanja Wiesler und Philip Behringer spielten Ina und Frank.                                                                                                                                                        Foto: Christof Schennen

Wieden (chs). Die Theatergruppe der Bergmannskapelle Wieden hat am Samstag Jung und Alt mit seinem Stück „Alter schützt vor Reichtum nicht“ von Erich Koch begeistert. Die Nachmittagsvorstellung für Kinder und Senioren ist für die Amateurschauspieler die Generalprobe für das große Publikum am Abend – bei der Vorstellung spielten zudem die Finstergrundmusikanten auf. Hier bekommen die Akteure zum ersten Mal ein Feedback, wie ihr Stück beim Publikum ankommt.

Im Mittelpunkt des dreiaktigen Schwanks stand Otto (Elmar Sprich), dessen Schwiegertochter Barbara (Silvia Trefzer) und ihr Mann Johann (Marius Behringer) ihn in einem Pflegeheim unterbringen wollen. Barbara glaubt, dass der „alte Sack“ über eine Million Euro Schulden hat.

Der Lotto-Millionär

Der Senior bekommt eines Tages Besuch von der Postbotin Melitta (Sabrina Lais), die ihm mitteilt, dass er 24 Millionen Euro im Eurojackpot gewonnen hat. Otto heuert daraufhin seine attraktive Nachbarin Charlotte (Patricia Gutmann) als Krankenpflegerin und die verlotterte Landstreicherin Erna (Lena Wiesler) als Köchin an. Melitta wiederum macht ihren Bekannten Jakob (Michael Sprich) zum Banker, der dem vermögenden Otto eine Anlage verkaufen will, bei der Jakob und Melitta sehr viel Geld verdienen wollen. Michael Sprich mimt den Banker wider Willen, der sich als völliger Trottel entpuppt.

Weitere Personen im Stück sind Ina (Tanja Wiesler), Tochter von Johann, und ihr liebestoller Freund Frank (Philip Behringer). Ignaz (Dietmar Leib), ein Freund von Otto, ist in der Runde gefühlt der einzige, der normal ist.

Während Jakob Charlotte eine Villa zeigt, wird er von einem Hund gebissen. Erna und Charlotte verarzten ihn hinter dem Sofa am Hintern, was Johann, der das Zimmer betritt, an eine Szene aus einem Erotikfilm erinnert.

Das zehnköpfige Ensemble brilliert durch große Spielfreude. Die Theaterneulinge Lena Wiesler und Sabrina Lais entpuppen sich dabei als herausragende Verstärkungen für die agile Theatertruppe.

Der Schwank hat zwar seine Längen, ist durch seine zahlreichen – lustigen wie schlüpfrigen – Szenen aber stets unterhaltsam.

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