Wieden Wolfsriss in Wieden bestätigt

Peter Schwendele
Nun steht fest, dass ein Wolf für den Riss eines Rehs, das am 5. Dezember in Wieden gefunden wurde, verantwortlich ist. Foto: Swen Pförtner

Wieden - Nun ist es offiziell: Es gibt einen vierten residenten Einzelwolf in Baden-Württemberg, wie es die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) am gestrigen Montag bestätigt haben.

Laut genetischer Analyse des Senckenberg-Instituts stammen die Spuren an einem am 5. Dezember gemeldeten toten Reh auf der Gemarkung der Gemeinde Wieden vom Wolfsrüden GW2103m, genauso wie der Kot, der am 6. Dezember dort gefunden worden ist. Damit liegen zwei aktuelle sogenannte C1-Nachweise des Wolfrüden vor, der erstmals am 2. Mai letzten Jahres in Hinterzarten genetisch nachgewiesen wurde, wie es in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums heißt.

Mit den aktuellen Nachweisen stehe fest, dass es im Schwarzwald einen dritten Wolf gibt, der sich dort niedergelassen hat, heißt es weiter. Gemäß den bundesweiten Monitoring-Standards erfülle der GW2103m nun die Kriterien, nach denen ein Wolf als resident gilt, wenn er sich nachweislich mindestens sechs Monate in einem Gebiet aufhält.

Neben dem bereits bekannten Rüden GW852m, der sich 2017 im Nordschwarzwald niedergelassen hat, und dem GW1129m, der seit 2020 im Südschwarzwald sesshaft ist, lebt nun mit dem GW2103m ein dritter männlicher Wolf im Schwarzwald. Ein weiterer und vierter Wolfsrüde (GW1832m) gilt seit 2021 im Odenwald als resident.

Mit der Feststellung der ersten residenten Wölfe hat das Umweltministerium im Schwarzwald sowie im Odenwald ein Fördergebiet Wolfsprävention ausgewiesen, hält die Behörde fest. In diesen Fördergebieten übernimmt das Land die Kosten, die Halter von Jungrindern sowie Pferden bis zu einem Jahr, Schafen, Ziegen, Neuweltkameliden und Gehegewild bei der Anschaffung von Materialien für Herdenschutzmaßnahmen entstehen. Anteilig werden auch Erstellungskosten von Herdenschutzmaßnahmen gefördert.

Informationen zu den Fördergebieten Wolfsprävention und zum Herdenschutz, Daten zu Wolfssichtungen sowie Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf findet man auf der Internetseite des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.

  • Bewertung
    1

Umfrage

e64ef5d6-6fd7-11ec-9ca8-1335ebb5fb94.jpg

Die Narrengilde Lörrach will ihren Fasnachtsumzug und die Gugge-Explosion coronabedingt in den Juni verlegen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading