Wirtschaft Messestand fast zum Nulltarif

Mehr als 30 Jahre war die Präsenz der Stadt Lörrach an der Regio-Messe eine Selbstverständlichkeit. Foto: Guido Neidinger

Lörrach - Seit Beginn der Regio-Messe im Jahr 1984 war die Stadt Lörrach an dieser beliebten Verbraucherausstellung im Grüttpark mit einem großen Stand vertreten. Als die Stadt aufgrund finanzieller Turbulenzen vor einigen Monaten ankündigte, auf die Präsenz an der Regio-Messe verzichten zu wollen, war die Irritation groß.

Nach eilig geführten Gesprächen zwischen Stadt und Messeleitung wurde jetzt für die Jahre 2022 bis 2024 eine Einigung erzielt, die den finanziellen Problemen des Lörracher Haushalts Rechnung trägt und die Präsenz der Stadt an der Regio-Messe absichert.

Messe kommt Kommune weit entgegen

Allerdings kommt die Messe Lörrach GmbH der Kommune dafür weit entgegen. Die Messeleitung stellt der Stadt eine 20 Quadratmeter große Fläche plus Stand und die notwendige Infrastruktur kostenfrei zur Verfügung. Für die Stadt fallen somit nur die Nebenkosten und gegebenenfalls Kosten während der Eröffnung der Messe an.

Die Stadt Lörrach verzichtet im Gegenzug auf die im Erbpachtvertrag festgeschriebene kostenfreie Überlassung einer 60 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche sowie Ehrenkarten und Ausstellungskataloge.

Bis 2017 eigener Messestand

In der Vergangenheit war die Stadt in einer anderen Größenordnung auf der Regio-Messe vertreten. Ihr zentral platzierter Stand war 64 Quadratmeter groß. Davon musste die Stadt nur vier Quadratmeter plus Nebenkosten zahlen. Bis zum Jahr 2017 wurde ein eigener Messestand genutzt. Da dieser allerdings aufwändig und kostenintensiv eingelagert werden musste und nicht mehr zeitgemäß war, wurde er 2018 entsorgt. Seither hat die Touristinformation, die den Stand betreute, einen Messestand für die Regio-Messe gemietet. Die Planung, Durchführung und die Nacharbeit der Messepräsenz ist nach den Ausführungen des zuständigen Fachbereichsleiters Lars Frick „sehr zeitintensiv“. Außerdem wird personelle Unterstützung für den Messeauftritt benötigt. Hierfür wurden zusätzliche Honorarkräfte beschäftigt“. Trotz der nahezu kostenfreien Nutzung der Messefläche entstanden laut Frick für die Stadt Kosten in Höhe von 14 000 Euro jährlich.

Der Hauptausschuss beschäftigt sich am Donnerstag mit dem Thema. Der Gemeinderat entscheidet dann.

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