Wittlingen Aktiv an den Projekten mitwirken

Weiler Zeitung
Der Erhalt des grünen Bands im Raumkonzept Kandertal ist Wittlingen für sein Ortsbild wichtig. Foto: Jutta Schütz

Die Charta für das Raumkonzept Kandertal wurde am 8. Juni von fünf Gemeinden unterzeichnet. Im Gemeinderat Wittlingen standen nun der Beschlussvorschlag zur Einrichtung einer Koordinierungsstelle und der Projektbeitritt auf der Tagesordnung. Die Gemeinderäte standen beiden Punkten grundsätzlich positiv gegenüber.

Von Jutta Schütz

Wittlingen. In den Beschlussvorschlag, den die Räte einstimmig zur Kenntnis nahmen, wurde aber aufgenommen, dass der finanzielle Anteil der Gemeinde an der Einrichtung der Koordinierungsstelle und am Projekt transparent und im Haushalt abbildbar sein muss. Dieser Anteil setzt sich nach der Einwohnerzahl zusammen. Zusätzlich wurde festgelegt, dass der Gemeinderat in zukünftige Projekte aktiv eingebunden und an Projektideen beteiligt werden will.

Relevant ist für Bürgermeister Michael Herr, aber auch für die Gemeinderäte, dass das grüne Band, in dem Wittlingen liegt, erhalten bleibt. Die intakte Landschaft rund um die Gemeinde sei ein positives Merkmal von Wittlingen. Dieser Faktor sei auch der bereits gebildeten Steuerungsgruppe bekannt, bei der die Fäden in Binzen bei Andrea Kühne zusammenlaufen, hieß es.

Die Projektierungsstelle habe die Aufgabe, die Beteiligung der Kommunen an gemeinsamen Projekten bekannt zu machen und zu ermöglichen, erklärte Heike Wagner vor dem Hintergrund, dass man die Landschaft um Wittlingen in ihrer Vielfalt erhalten und auch nicht zum ganz großen Ausflugsziel werden wolle. „Denn wir haben Landschaft und keinen Spaßpark“, ergänzte sie.

Aber auch die anderen genannten Entwicklungspunkte sind für Wittlingen wichtig – wie das Ziel des laut Chartatext „qualitativ hochwertigen Bevölkerungswachstums“, eine attraktive Verkehrsanbindung ans Umland, die nicht nur auf den ÖPNV, sondern zudem auf ausgebaute Radfahrverbindungen Wert legt, und die Kandertal-S-Bahn-Option.

Die angestrebte vertiefte interkommunale Zusammenarbeit der fünf unterzeichnenden Gemeinden sei für die Zukunft ebenfalls bedeutend für die Kommune, wurde weiter aufgezählt. Im Haushalt 2022 werde man nun bereits pauschal Mittel einstellen, „wobei wir immer im Auge behalten müssen, dass unser Haushalt nicht überlastet werden darf“, sagte Herr.

Mögliche Standorte für E-Ladesäulen

Diskutiert wurde vor dem Hintergrund der Förderung der Elektromobilität, wo man in Wittlingen eventuell Ladesäulen platzieren könnte. „Wittlinger Bürger, die ein Elektroauto besitzen oder sich eines kaufen wollen, werden wahrscheinlich ihr Auto zu Hause aufladen“, stellte Herr fest. Für diejenigen Bürger, die in Wittlingen im Gewerbegebiet arbeiten oder sich privat in Wittlingen für einen gewissen Zeitraum aufhalten, wäre etwa ein Ladesäulenstandort im Gewerbegebiet eine Option. Eine weitere Standortmöglichkeit gebe es am Fußballplatz, schlug Dietrich Hermann vor. Eine Ladestation kostet rund 16 500 Euro, gefördert werden davon 4000 Euro. „Wer aber betreibt dann die Ladestationen?“, war eine Frage im Gremium. „Hier sollen sich die Kommunen betätigen – ich halte es aber nicht für richtig, dass diese Aufgabe auf uns abgewälzt wird“, kritisierte der Bürgermeister. Herr wünschte, „dass sich der Markt betätigt“, denn es kämen zum Betrieb der Ladestationen noch Kontrollen und die Abnahme mit Kosten hinzu, sagte er.

Eventuell gebe es vielleicht auch private Anbieter, die ein Geschäftsmodell sehen, „interessant ist der Vorschlag des Aufbaus von Ladesäulen im Ort aber auf jeden Fall“, schob er nach.

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