Wittlingen Gemeinsam auch in schweren Zeiten Großes vollbracht

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Michael Herr Foto: zVg

Wittlingen. Auch das zu Ende gegangene Jahr habe alle aufgrund der Auswirkungen der nicht enden wollenden Corona-Pandemie in unserem Zusammenleben massiv beeinflusst und allen vieles abverlangt, so Wittlingens Bürgermeister Michael Herr in seiner Neujahrsansprache, die aus gegebenem Anlass diesmal nur schriftlich erfolgen konnte.

„Die sich fortlaufend ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen mit einhergehenden Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens sorgten unter anderem für Verunsicherung und Frust“, führte Herr aus. Gewerbetreibende müssten mit ihren Beschäftigten trotz der Rettungsschirme von Land und Bund um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen.

Hart getroffen habe es ebenso jene Mitmenschen, die sich in Vereinen und Institutionen engagieren: „Auf den Verlust von kulturellen und sportlichen Ereignissen folgten Einbrüche bei den Einnahmen.“

Traurig seien auch die Mitbürger, die auf eine Neuauflage des Wittlinger Adventszaubers hingearbeitet haben. Die kurz vor dem Termin notwendige gewordene Absage sei jedoch unumgänglich gewesen, meint der Bürgermeister. Auch dem Gemeinderat sei angesichts der Entwicklung nichts anderes übrig geblieben, als den Neujahrsempfang erneut abzusagen.

„Neben allen Herausforderungen, Problematiken und Einschränkungen durften wir im laufenden Jahr aber gerade auch besonderes bürgerschaftliches Engagement, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft erfahren“, sieht Herr auch das Positive.

Jüngstes Beispiel sei die von Bürgern organisierte und getragene Möglichkeit, sich an zwei Wochenenden im Gemeindesaal impfen zu lassen. „Dass die Gemeinde mit ihrer übersichtlichen Verwaltung hierzu ihren Beitrag leistet, stand von Beginn an außer Frage.“

Stolz sein auf das Erreichte

Auf das Miteinander könne man in Wittlingen zu Recht stolz sein. „Zeigt es doch, dass auch ein kleines Dorf in der Lage ist, in schwierigen, herausfordernden Zeiten außerordentliche Leistungen zu vollbringen.“

Kurz vor den Feiertagen seien weitere Herausforderungen hinzugekommen, weist Herr auf Änderungen der Corona-Verordnung hin. „Einschränkungen, welche wir uns alle gerne erspart hätten.“ Andererseits werde die Gesellschaft ohne die Umsetzung der Maßnahmen im persönlichen Lebensumfeld nicht aus der Pandemie herauskommen.

Verantwortungsvolles, konsequentes Handeln seien der Schlüssel, um „endlich vor die Entwicklung zu kommen und nicht von dieser fortlaufend getrieben zu werden“, so der Bürgermeister.

Ehrenamtliche und berufliche Pflegekräfte sowie Ärzte leisteten herausragende Arbeit und hätten Anerkennung und Respekt verdient, führt Herr zudem aus. „Sehen wir es als unsere Aufgabe an, dass wir sie mit unserem persönlichen Beitrag durch die Einhaltung der notwendigen Einschränkungen und Umsetzung der Empfehlungen unterstützen und letztendlich vor weiteren Kranken bewahren.“

Abschließend richtet der Bürgermeister seinen Dank an alle Bürger, die sich ehren- oder hauptamtlich im Gesundheits- und Gemeinwesen, in den Vereinen, Institutionen und Kirchen engagieren. „Lassen Sie in Ihren Bemühungen für eine soziale, lebenswerte, gerechte Gesellschaft und insbesondere für unsere Dorfgemeinschaft nicht nach“, so Herrs Appell.

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