Wittlingen (os). Markgräfler Festfreuden und solche aus dem Nachbarland Bayern müssen kein Gegensatz sein: Eher das Gegenteil ist der Fall, zumindest beim FC Wittlingen, der zum dritten Mal anstelle eines Sauserfests ein Oktoberfest veranstaltete. „Den neuen Wein und vor allem den Schweineprägel haben wir beibehalten. Das wollen unsere Gäste einfach weiterhin – und zusätzlich zu Bayrischem wie Haxen, Händl, Weißwürsten und Brezeln“, erklärte FCW-Vorsitzende Verena Bastian.

Und in Zeiten eines gewissen Hypes um Dirndl und Lederhose kam die Kombinationsveranstaltung wieder bestens an, sagte Fördervereins-Vorsitzender Jochen Berger. So richtig bayrisch zu ging es beim FC Wittlingen vor allem am Samstagabend, als „Ben und Olli“ für Unterhaltung sorgten und viele Gäste kamen.

Den ganzen Samstag über stand der Fußball im Blickpunkt. Und nach dem „bayerischen Frühschoppen“ am Sonntag war erneut „Fußball total“ angesagt. Beim Höhepunkt des Tages, dem Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen der „Ersten“ des FC Wittlingen und dem Gast vom SV 08 Laufenburg gab es ein 3:3-Unentschieden, das aus Sicht der Gastgeber allerdings eine Enttäuschung war. Denn die Mannschaft von Trainier Tiziano di Domenico und die rund 350 Zuschauer mussten einen unberechtigten Elfmeter hinnehmen, der den Gästen vom Hochrhein das Unentschieden sicherte.

Ehemaliger Kapitän verabschiedet

Vor dem Spiel hatte Verena Bastian mit Manuel Meier einen langjährigen FCW-Leistungsträger verabschieden müssen. Der ehemalige Kapitän des Teams ist zum Monatsbeginn nach München gezogen. „Du warst ein Vorbild. Wir danken dir für all die schönen, erfolgreichen Jahre, für deinen Kampf, deine Leidenschaft“, sagte die Vorsitzende unter langanhaltendem Beifall des großen Auditoriums.

Obgleich im abschließenden Oktoberfest-Kick die Verbandsliga-Frauen-Mannschaft des FC Wittlingen mit 1:2 die erste Saisonniederlage gegen die Gäste aus Neukirch hinnehmen musste, äußerte man sich beim FCW und dessen Förderverein sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Vor allem die Tatsache, dass die insgesamt 150 „Schichtarbeitsplätze“ übers Festwochenende problemlos besetzt werden konnten, freute Berger und Bastian.