Ein lebendiges und vielfältiges Gemeinschaftsleben prägt die evangelische Kirchengemeinde Schallbach /Wittlingen. Das wurde deutlich bei der jüngsten Gemeindeversammlung am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst in der Wittlinger Kirche.

Wittlingen/Schallbach. Barbara Hanemann übernahm den Bericht für den Schallbacher Teil der Gemeinde. Sie gab zu bedenken, ob man die Offenen Abende, die 2014 in Schallbach eingestellt wurden, nicht wieder aufleben lassen könne und warb um entsprechendes Engagement.

Bewährt habe sich das neue Gottesdienst-Konzept, das von einem ganzen Team getragen werde. So könne man deutlich mehr Gottesdienste anbieten als viele Nachbargemeinden. „Bei uns ist etwas los“, lobte Hanemann.

Die Vakanz nach dem Weggang von Pfarrerin Christine Gühne nach Berlin sei durch Pfarrer Dirk Fiedler aus Binzen überbrückt worden.

Nach 25 Jahren verabschiedet wurde die Schallbacher Pfarramtssekretärin Ursel Rösch. „Mit Monika Walter wurde schnell eine Nachfolgerin gefunden“, berichtete Hanemann weiter. Sie lobte auch den Frauenverein, der mit einer großen Spende die Neugestaltung der Außenanlage um die Schallbacher Kirche unterstützt habe.

Bewährt haben sich die Schallbacher Kulturtage, die auch in diesem Jahr um Pfingsten herum eine Neuauflage erfahren sollen. Hier sei die Kirchengemeinde zwar nicht Veranstalter, aber mit dem Ausschuss, der die Kulturtage vorbereitet, gut vernetzt.

Nach einem belebten Jahr 2016 ist auch 2017 schon einiges gegangen. Hanemann erinnerte an die Bibelwoche und an den Erfolg des ersten Filmgottesdienstes.

Edith Stammler zog für den Wittlinger Teil der Gemeinde Bilanz. Sie verwies auf die Neugestaltung des Pfarrhofs als Steinlandschaft, der dadurch nicht mehr so viel Pflegeaufwand erfordert.

Offen ist immer noch, was mit dem Wittlinger Pfarrhaus weiter geschieht. Nachdem das hierfür baupflichtige Land sein Angebot einer Ablöse durch die Kirchengemeinde zurückgezogen hat, stehe man nun ohne konkrete Perspektive da. Auch zu vermieten seien die Räume deswegen nicht. Es bleibe die Hoffnung, dass das Land das Pfarrhaus bald sanieren wird, sagte Stammler.

Pfarrerin Christina Günther-Fiedler nutzte den Rahmen, um sich noch einmal der Gemeinde vorzustellen, denn sie will sich dauerhaft um die Pfarrstelle bewerben.

In den zwei Jahren, die sie nun schon hier ist, habe sie so etwas wie einen Wiedereingliederungsprozess durchlaufen, einerseits weil sie ihrer vier Kinder wegen zehn Jahre aus dem Beruf war, andererseits, weil sie zwar im Rheinland, wo sie herkommt, eine volle Berufsausbildung zur Pfarrerin abgeschlossen hat, aber im Bereich der Badischen Landeskirche einige Besonderheiten zu berücksichtigen seien.

In den beiden zurückliegenden Jahren habe sie sich vor allem der theologischen und seelsorgerlichen Arbeit gewidmet, im Hintergrund unterstützt von Vakanzverwalterin Bertina Müller.

Wenn sich die Doppelgemeinde dann endgültig entscheide, wer die Pfarrstelle übernehmen soll, habe sie den Vorteil, die neue Pfarrerin nicht nur aus einer Bewerbungspredigt zu kennen.

Günther-Fiedler lobte das Gemeinschaftsdenken, das die beiden Teile der Kirchengemeinde zusammenschweiße und lud alle ein, sich aktiv im Gemeindeleben einzubringen.