Wittlingen Zum runden Geburtstag gibt es ein Hoffest

Ralph Lacher
Dominik, Regina und Markus Ernst (von links) freuen sich über eine gute Platzierung beim Gutedelcup und auf das 30-jährige Jubiläum Mitte Mai. Foto: Ralph Lacher

Das Weingut Ernst in Wittlingen kann dieser Tage auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken.

Feiern werden Markus, Regina und Dominik Ernst den runden Geburtstag ihres Winzer-Familienbetriebs mit einem Hoffest. Am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 18. Mai, wird es auf dem Weingut und in der gastronomischen Einrichtung „Weinstube“ Kabarett geben und am Samstag, 20. Mai dann ein Hoffest mit Bewirtung, Musik und Tanz.

Ursprung in Welmlingen

Sozusagen als Geburtstagsgeschenk gab es kürzlich eine Auszeichnung beim Gutedelcup im Rahmen des Müllheimer Weinmarktes, nämlich einen vierten Platz in der Kategorie „Chasselas international“, freut sich Betriebsgründer Markus Ernst. Sohn Dominik, der im Weingut-Keller seit rund sechs Jahren für den Ausbau der Weine verantwortlich zeichnet, nahm in Müllheim die Urkunde entgegen.

Vater Markus Ernst machte sich als ausgebildeter Winzer mit Wohnsitz in Wittlingen nach beruflichen Stationen bei Erzeugern im Markgräflerland im Sommer 1993 in Welmlingen selbstständig und übernahm das dortige Weingut Ritter auf dem „Hirschen“. 1998 zog er um in die Heimatgemeinde Wittlingen in einen Weingut-Keller-Anbau ans Eigenheim „Im Rebmättle 10“. Mit Unterstützung seiner Ehefrau Regina und später auch der Kinder Dominik und Nathalie baute Markus Ernst sein Weingut kontinuierlich aus, sowohl mit einer Ausdehnung der Rebfläche als auch räumlich. Ein Kelleranbau sowie Maschinen- und Geräteräume entstanden. Im Jahr 2008 wurde eine „Weinstube“ im Obergeschoss des Keller-und Flaschenlager-Gebäude als kleine gastronomische Einrichtung eröffnet.

Das Weingut Ernst bearbeitet rund 5,5 Hektar Reben in Wittlingen, Wollbach, Schallbach, Fischingen, Egringen und Ötlingen. Auf diesen Flächen wachsen jeweils rund 30 Prozent Gutedel und Spätburgunder, dazu Grau- und Weißburgunder, Scheurebe und Gewürztraminer sowie das Hauscuvee „Mußler Rotling“. Man erzeugt auch zwei Winzersekte nach dem klassischen Verfahren und brennt aus dem Obst der eigenen Anlagen Zwetschgen-, Kirsch-und Mirabellen-Brände. Es wird dazu auch Hefe und Trester-Schnaps hergestellt, einige davon auch im Eichenfass.

Nachfolge ist gesichert

Besonders erfreut sind die Ernsts darüber, dass Sohn Dominik, der nach der Winzerlehre in Geisenheim seinen Bachelor in Weinbautechnik und Önologie (Kellerwirtschaft oder Weinlehre) gemacht hat und später die Auszeichnung als bester Jungwinzer Badens erhielt, seit gut sechs Jahren daheim tätig ist. Damit ist die Familiennachfolge auf dem Wittlinger Weingut auch über das 30-jährige Bestehen hinaus gewährleistet. Unterstützung kommt in Büro und Verwaltung seit geraumer Zeit von Dominiks Ehefrau Ellen.

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