Zell im Wiesental Ärger über ungewolltes Biotop

Ortsvorsteher Peter Eichin und die Ortschaftsräte Erwin Vollmer, Bianca Denner, Walter Tscheulin, Peter Grether und Andreas Vollmer (von links) mussten sich mit dem Thema Brandweiher auseinandersetzen. Foto: Wolfgang Grether

Zell-Gresgen - Nach der Wahl ist vor der Amtseinführung, diese hat sich aber im Ortschaftsrat Gresgen fast erübrigt, da die Kommunalwahl den bisherigen Ortschaftsrat in der Zusammensetzung bestätigt hat.

So war in der Sitzung am Dienstag nichts von Übergangsstimmung zu spüren, sondern das Tagesgeschäft wurde in gewohnter Geschäftsmäßigkeit abgearbeitet. Gleichwohl wird in der Juli-Sitzung eine Amtseinführung des Ortschaftsrats auf der Tagesordnung stehen.

Gleich zwei Bauanträge wurden mit einhelligem und großem Wohlwollen beschieden. Eine Scheune wird zu Wohnzwecken umgebaut; so kann ein Jung-Gresger, der mittlerweile auswärts wohnt, wieder in seinen Heimatort zurückkehren. In einem anderen Haus wird das Dach um eine Gaube erweitert; so wird weiterer Wohnraum geschaffen. Beide Maßnahmen passen sich an das bestehende Gebäude und das Baubild der Umgebung an.

Im Rahmen der momentan neu verlegten Kabelanschlüsse ist nach Ansicht der Einwohnerschaft auch der Anschluss der Straßenbeleuchtungen sicherzustellen. Dafür wird nach Ansicht von Ortsvorsteher Peter Eichin eine Lösung gefunden.

Etwas kritischer und entsprechend emotionaler wurde der Wasserlinsenbefall im Brandweiher gesehen. Die harmonische Neugestaltung der Brandweiherumgebung werde doch arg gestört, so der Tenor. Dazu passend war die durchaus sarkastische Bemerkung aus dem Kreis der Ortschaftsräte: Man brauche kein Biotop mehr anzulegen, man habe schon eines wider Willen. Wie sich beim letzten Brand in Gresgen gezeigt hatte, hat durch den Wasserlinsenbefall nicht nur die Optik gelitten; auch die Nutzung des Wassers zum Brandschutz ist nicht voll gewährleistet. Dieser Zustand darf und kann nicht hingenommen werden, hieß es.

Offensichtlich war auch der Unmut über die Bauabnahme beziehungsweise Übergabe an eine verantwortliche Stelle. Ob hier ein Protokoll vorliegt und wer dieses erhalten beziehungsweise unterschrieben hat, war während der gesamten Sitzung unklar. So wird kurzfristig ein Gespräch mit dem verantwortlichen Planungsbüro sowie dem zuständigen Landschaftsarchitekten angestrebt. Zielsetzung ist dabei eine sofortige Änderung der Situation, so dass aus einem ungewollten Biotop wieder der ursprünglich angedachte und auch dringend erforderliche Brandweiher wird.

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