Zell im Wiesental Alleskönner im bergigen Gelände

Zell - „3:0 – ein Ergebnis, auf das wir stolz sind“, sagte Bürgermeister Peter Palme zur „Begrüßung“ der drei „Neuen“ im Fuhrpark der Stadt.

Zwei Unimog-Allrounder, die zwei kleinere, ältere und längst nicht mehr so leistungsfähigen Oldies (einer davon wurde verkauft für 6000 Euro) im Bauhof ersetzen und ein Mannschaftstransportwagen (MTW) der Feuerwehr als Ersatz für den sprichwörtlich „ausgebrannten“  24 Jahre alten Vorgänger, der nach dem Verkauf durch Kommandant Thomas Roth sicherlich bei irgendeinem Freak sein Gnadenbrot genießen darf.

Die Neuzugänge, über die sich die Bauhofmitarbeiter und die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr bei der Vorstellung vor dem Rathaus sicht- und hörbar freuten, sind heutigen Anforderungen entsprechend vollgestopft mit Technik und Elektronik. Und sie hatten ihren Preis: Rund 320 000 Euro kosten die Unimogs. Und der MTW war einschließlich der Ausrüstung für knapp 60 000 Euro zu haben.

 Zwei verschiedene Fahrzeuge hat die Stadt „geleast“. Warum? „Weil wir in bergigem Gelände wohnen“, sagte Peter Palme. Der größere der beiden Allrad-Unimogs, deren Beschaffung im Februar dieses Jahres beschlossen worden sei, hat 231 PS unter der Haube, der andere – „eine Nummer kleiner, aber auch eine Nummer höher“ – ist mit 190 Pferdestärken gesegnet und hat eine Vorrichtung, die beim Mulchen eine zu große Neigung verhindert.

Damit auch Inhaber der Führerscheinklasse drei ans Steuer dürfen, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer gedrosselt. „Selbst ich dürfte das Fahrzeug fahren“, strahlte Palme und kündigte an, mit einem Werkhofmitarbeiter über eine Einsatzmöglichkeit reden zu wollen.

 Der alte MTW war laut Peter Palme „irreparabel“ defekt und hatte keinen Allradantrieb. Sein Nachfolger, geliefert von der Firma Thomas Schubnell in Atzenbach und umgebaut von Michael Fricker im Autohaus Karle,  „ist universell einsetzbar, hat 198 PS, einen Radstand von 3400 Millimeter und einen Haufen Features“, erklärte der Bürgermeister, der sich am Ende freute, „nun wirklich etwas Anständiges“ zu haben, mit dem es möglich ist, „einen gewaltigen Schritt nach vorne“ zu tun.

Und um mögliches Getuschel hinter vorgehaltener Hand von vornherein zu vermeiden, fügte Peter Palme hinzu: „Wer den kleineren Unimog mit angebrachtem Räumschild sieht, muss glauben, ich hätte Mist erzählt.“ Das Räumschild hat ebenfalls ausgedient, ist defekt und wird ersetzt, versprach er. Eine Reparatur koste 90 Prozent des Neupreises und sei schon deshalb ausgeschlossen, sagte er. 

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