Zell im Wiesental Appell: „Wir sind ein Ortsverein“

Neu im SPD-Vorstandsteam: Artur Beckert aus Todtnau. Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Wahlniederlagen waren gestern. Nach dem Lecken der Wahl-Wunden, die für den Ortsverband der SPD in Zell, Todtnau und Schönau nach Meinung des Vorstandsteams um Rainer Sütterle nicht ganz so schmerzhaft waren wie anderen Teilen der Republik, blickten die Genossen bei der Hauptversammlung wieder nach vorne.

Von Hans-Jürgen Hege

Zell . Rainer Sütterle betonte zwar, dass er in zwei Jahren nicht mehr kandidieren werde, wurde in geheimer Wahl aber mit der Traumquote von 100 Prozent in seinem Amt ebenso eindrucksvoll bestätigt wie Walter Tscheulin als Stellvertreter, Werner Epple als Kassierer und Marlies Haselwander als Schriftführerin.

Da Artur Beckert aus Todtnau den nach David Kaisers Rücktritt verwaisten Posten des zweiten Stellvertreters übernahm, war auch diese Personalie zur Freude aller rasch geklärt.

Rückblick

In Sütterles Rückblick wiederholte sich, was der Vorsitzende bereits in den Vorjahren beklagt hatte: „Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit unserer Ortsverbände hat sich noch nicht in allen Köpfen festgesetzt.“ Die Genossen aus Todtnau, Schönau und Zell müssten sich intern besser ergänzen und abstimmen.

Geschlossenheit

„Wir sind ein Ortsverein und sollten auch als solcher geschlossen auftreten“, forderte Rainer Sütterle und nannte gleich ein Negativbeispiel. So könne er nicht nachvollziehen, dass ein gewählter Kassenprüfer ohne Begründung aus der Partei austritt und sich trotz mehrfacher Nachfrage nicht melde. „Das ist einfach nur schlechter Stil“, ärgerte sich der Vorsitzende.

Die Schönauer Parteifreunde konnten diesen Appell indes nicht hören, weil sie bei der Versammlung durch Abwesenheit glänzten. Aber Artur Beckert aus Todtnau war da. Und auf dem ruhen nun die Hoffnungen der Zeller, wie Rainer Sütterle betonte: „Ich erwarte einen starken Schub nach vorne“.

Der Vorsitzende erinnerte an Veranstaltungen mit Rainer Stickelberger (Transformation), Rita Schwarzelühr-Sutter (bei Mahle) oder Marion Caspers-Merk (Ärzteversorgung), bei denen die SPD punkten konnte. „Wir sind aktuell die einzigen, die sich vor Ort bemühen.“

Berichte

Thomas Kaiser erinnerte in seinem Beitrag zur Arbeit der Gemeinderatsfraktion über die vielen Aktivitäten, darunter Projekte wie Realschule, Kleinkind- und Jugendbetreuung und Bahnhofsplatz, die von ihm und seinen Mitstreitern für die Stadt mit verantwortet wurden. Die SPD habe bei den Wahlen zwar Federn lassen müssen, stelle aber immer noch die stärkste Fraktion am Zeller Ratstisch.

Ein ob seiner Niederlage bei der Wahl zum Adelsberger Ortsvorsteher „zunächst etwas demotivierter“ Klaus Berger fasste die Auftritte seines kommunalpolitischen Ausschusses zusammen. Karl Argast ärgerte sich über das Desaster bei der Kreistagswahl, das die SPD „ von Rang zwei auf Rang vier“ zurückwarf, versicherte aber, dass die Fraktion weiter für den Ausbau des ÖPNV-Angebots im Landkreis kämpfen werde.

Wahlen

Neben dem eingangs schon erwähnten Führungsteam um Rainer Sütterle votierten die Mitglieder für Erwin Vollmer, Klaus Berger, David Kaiser, Marita Steinebrunner, Roman Röhrig, Sabine Steinebrunner und Karl Argast als Beisitzer. Die Kasse prüfen Doris Radtke und Peter Wolf. Als Delegierte vertreten Rainer Sütterle, Doris Radtke, Klaus Berger, Marlies Haselwander, Artur Beckert, Erwin Vollmer, Walter Tscheulin und Siegfried Lais die Genossen im Oberen Wiesental auf Kreisebene. Der Ortsverband zählt aktuell 80 Mitglieder.

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