Zell im Wiesental Auf das Wesentliche konzentrieren

Die SPD bei der Halle Atzenbach. Rechts der Eingang zum Kinderspielplatz.Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell-Atzenbach. Auch dieses Jahr ist der Kommunalpolitische Ausschuss (KpA) des SPD-Ortsvereins Zell/Oberes Wiesental auf Sommertour. Ziel ist es, den Ortschaftsräten und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Anliegen zu schildern. Auftakt war in Atzenbach und Riedichen.

Ortsvorsteher Bernhard Karle und die Ortschaftsräte Roman Röhrig, Melanie Amrein, Stefanie Bauer und Tobias Zimmermann begrüßten den kommunalpolitischen Ausschuss der SPD Zell mit ihrem Vorsitzenden Klaus Berger.

Fraktionsvorsitzender Thomas Kaiser sprach eingangs von gravierenden finanziellen Problemen, die auf die Stadt Zell aufgrund der Corona-Krise und den daraus resultierenden Steuereinbußen zukommen. Man werde sich in der nächsten Zeit auf das Wesentliche konzentrieren müssen, die Ortschaften müssten aber bei der Verteilung der Mittel gleichrangig berücksichtigt werden.

Wichtig, so Kaiser, sei eine mittel- und längerfristige Planung für die Ortschaften. Im Rahmen eines Strukturplanes müsse der Zustand der Ortsverbindungsstraßen und -wege sowie der Zustand der öffentlichen Gebäude und der notwendigen Sanierungsmaßnahmen dokumentiert werden, um so einen Finanzplan über notwendige Investitionen aufzustellen, um im nächsten Schritt die erforderlichen Ausgleichsstock- und Zuschussanträge stellen zu können. Vor Jahren, so Kaiser, habe man in drei Bauabschnitten die Ortsverbindungsstraße Adelsberg – Blauen saniert.

Ortsvorsteher Bernhard Karle wies auf das Schmuckstück, den im vergangenen Jahr fertiggestellten Neubau der Feuerwehrgarage, hin. Mit viel Eigenleistung der Feuerwehr konnte ein schöner Schulungsraum und ein moderner Umkleidebereich geschaffen werden, was gerade auch für junge Feuerwehrleute neue Motivation bringe. Bei der Feuerwehr bestehe kein Investitionsstau.

Thomas Kaiser hob hervor, dass der Neubau der Feuerwehrgarage auch ein klares Bekenntnis der SPD zu den Ortsteilwehren ist.

Im Gegensatz zum Feuerwehrhaus weist die Atzenbacher Gemeindehalle an manchen Stellen Sanierungsbedarf auf, vor allem im Küchenbereich. Sehr schön ist der Eingangsbereich mit einem modernen Vordach. Die Toilettenanlage wurde in Eigenleistung durch die Atzenbacher Vereine saniert, und so konnte der Stadt viel Geld gespart werden. Thomas Kaiser verglich die anstehende Sanierung der Halle mit der erfolgreichen Sanierung des Zeller Freibades. Man habe dieses über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren Jahr für Jahr auf Vordermann gebracht. So könne man sich auch die Sanierung der Halle vorstellen.

Bernhard Karle verwies auf den Lärmaktionsplan, man sollte weitermachen und die nächsten Schritte für Atzenbach einleiten. Derzeit favorisiert der Ortschaftsrat eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 km/h. Diese Regelung reduziere den Lärm und habe den Vorteil, dass der Busfahrplan eingehalten werden könne, so Ortschaftsrat Roman Röhrig. Er wies auch auf die Tempoanzeige am Ortseingang hin, die aus dem Ortsbudget finanziert worden sei und positive Wirkung zeige.

In einem sehr gepflegten Zustand präsentiert sich der Atzenbacher Friedhof. Dort habe man den Brunnen aus Mitteln des Ortsbudgets saniert und Flächen begrünt, so Bernhard Karle. Auch der Spielplatz wurde auf Vordermann gebracht, geplant ist der Austausch der Wippe, ebenfalls finanziert aus dem Ortsbudget.

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