Zell im Wiesental Bekannter Apotheker und Heilpflanzenexperte

Frank Hiepe feiert am morgigen Sonntag seinen 80. Geburtstag. Foto: Paul Berger

Zell - Am Sonntag feiert Frank Hiepe seinen 80. Geburtstag. Viele Bewohner in der Schwanenstadt kennen den Jubilar als freundlichen und zuvorkommenden Apotheker.

In der Tat ist der Name Hiepe über lange Jahre mit der Geschichte der Zeller Stadt- und auch Wiesental-Apotheke eng verbunden. Bereits im Jahr 1902 erwarb der Großvater von Frank Hiepe, Eduard Hiepe, bei einem Skiurlaub auf dem Feldberg, damals „per Handschlag“, die Stadtapotheke, die später von Wilhelm Hiepe weitergeführt wurde.

Der Beruf des Apothekers hat, wie Frank Hiepe berichtet, in seiner Familie eine über 300 Jahre währende Tradition. So stand nach dem Abitur und dem Studium auf Wunsch des Vaters fest, dass auch Frank Hiepe diesen Beruf ergreifen wird, obwohl er selbst ein Medizinstudium, verbunden mit einer theologischen Ausbildung, vorgezogen hätte. Sein großes Vorbild als junger Student war Albert Schweitzer, bekannt als „Urwaldarzt von Lambarene“, dem Hiepe als junger Student zwei Mal persönlich begegnet ist und der ihn tief beeindruckt hat.

Doch auch in seinem Beruf als Apotheker stand Frank Hiepe den Menschen stets mit Rat und Tat zur Seite. Seine Liebe zu Heilpflanzen machte ihn zu einem anerkannten Experten auf diesem Gebiet. Für viele Beschwerden und Wehwehchen entwickelte er zahlreiche eigene Rezepturen, die vor allem als Teesorten angeboten werden. Daneben hat Frank Hiepe, gemeinsam mit Heinz Scholz, auch zwei Bücher über die Wirkung von Heilpflanzen auf den Markt gebracht. Bei speziellen Wanderungen und Seminaren über Heilmittel, die die Natur bietet, klärt er über deren Einfluss auf das gesundheitliche Wohlbefinden auf.

Schon der Großvater des Jubilars, Eduard Hiepe, schuf sich einen bedeutenden Namen, indem er zusammen mit dem damaligen Pfarrer von Häg, Josef Hurst, aus diversen Kräutern und der Hinzunahme von echtem Tannenhonig den heute noch begehrten Hustensaft „Tannenblut“ entwickelt hat.

Auch das kirchliche und gesellschaftliche Engagement von Frank Hiepe verdienen Respekt und Anerkennung. So gehörte er 22 Jahre lang als Mitglied dem Kirchengemeinderat der evangelischen Kirche in Zell an, dessen Vorsitz er 18 Jahre lang innehatte. Und noch heute ist er in der Synode für den Bezirk Markgräflerland tätig.

Als Gemeinderat wirkte er für die Freien Wähler zwei Legislaturperioden lang an zahlreichen Weichenstellungen in Zell mit. Gleiches gilt auch für seinen Einsatz als stellvertretender Vorsitzender des Zeller Bürgervereins, bei dem Frank Hiepe unter anderem für die Vergabe von Wohnungen für das Betreute Wohnen zuständig war.

Aber auch das darf sich der zweifache Familienvater, dessen Ehefrau Monika Hiepe ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert ist, auf seine Fahnen schreiben: Als Gründungsmitglied der „Freunde des Zeller Freibads“ setzt er sich für den Erhalt des Schwimmbads ein.

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