Zell im Wiesental Bürgerforum: Impulse liefern

Die Vertreter des Bürgerforums informierten sich in den Zeller Ortsteilen. Foto: zVg

Zell - „Seitdem wir Wahlkampf machen, weht der Wind spürbar kräftiger“, sagte Ria Bartsch und spielte damit keineswegs auf die Wetterlage an. Fest im Blick haben die 18 Bewerber des neu gegründeten Bürgerforums die Zeller Kommunalpolitik, die in einigen Themenfeldern durchaus frischen Wind nötig hat, wie Edwin Kiefer anmerkte. Und genau hierauf seien die Impulse und Anregungen des Bürgerforums gerichtet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch wenn manche Vorhaben, wie etwa die Erschließung eines neuen Baugebietes in Adelsberg, wie von Ortsvorsteher Klaus Berger angesprochen, etwas länger dauern, für Edwin Kiefer und Bernhard Klauser ist ein klares Konzept in dieser Sache unverzichtbar.

Von Bürgern des Dorfes in die Diskussion gebracht wurde die hausärztliche Versorgung im Zeller Bergland. Christa Freuschle beklagte die aktuelle Situation: „Es kann nicht angehen, dass wir für einen Hausarztbesuch 20 Kilometer und noch weiter fahren müssen.“ Auch das Thema „behindertengerechte Einrichtungen“ ist aus Sicht von Sissy Agostini in vielen Bereichen ein ernstzunehmendes Problem in Zell. Gleiches gelte auch für Kinder, die auf eine Spezialbetreuung angewiesen sind. Manuela Kiefer-Berger und Susanne Accumano beklagten gewisse Defizite bei der Kleinkindbetreuung. Es könne nicht sein, dass in der neu eingerichteten Kinderkrippe lediglich zehn Betreuungsplätze vorhanden sind, monierte eine junge Mutter.

Grundsätzlich zu begrüßen seien daher Initiativen, die von den Betroffenen selbst ergriffen werden. Als gutes Beispiel wird die Spielgruppe für Kleinkinder in Zell gesehen.

Auch wenn es bis dato noch keine einheitliche Meinung zu den geplanten Windkraftanlagen am Zeller Blauen gibt, nach der sich eine besorgte Bürgerin erkundigte, herrsche dennoch eine „gewisse Skepsis“ in dieser Sache, erklärte Ria Bartsch.

Wenig betroffen vom Thema Windkraft ist man hingegen in Gresgen, wie das Bürgerforum bei seinem Besuch dort feststellte. Dagegen waren es in erster Linie die innerörtlichen Straßen, die von Bürgern angesprochen, wurden. Während die Instandsetzung der Wicke-Straße beschlossene Sache ist, befinden sich die Ortsstraßen zum „Gässle“ und zum „Hörnle“ nach wie vor in keinem guten Zustand. Gleiches gilt auch für die Verbindungsstraße nach Hausen.

Dringend vonnöten, so stellte Bernhard Klauser klar, sei für solche Vorhaben ein gesamtstädtisches Konzept. Es könne nicht sein, dass immer nur derjenige, der am lautesten schreie, als erster bedient werde.

Auf großes Interesse stießen die Mitglieder des Bürgerforums in Pfaffenberg, wo mit Ortsvorsteher Harald Fritz und zahlreichen Bürgern die anstehenden Probleme erörtert wurden. Erhebliche Sorgen bereitet derzeit in der Berggemeinde die Trinkwasserversorgung. Zu den weiteren Themen zählten die Breitbandversorgung, die Erschließung von Bauland sowie die Landschaftsoffenhaltung.

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