Zell im Wiesental Dem Wiesental und seinen Menschen verbunden

Hans-Joachim Demuth wird am Sonntag 80 Jahre alt. Foto: Paul Berger Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell (ue). „Mit Zell, dem Wiesental und seinen Menschen verbinden uns viele angenehme Erinnerungen“, bekräftigt Pfarrer Hans-Joachim Demuth, der am morgigen Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert. In seinem behaglichen Heim und der idyllischen Umgebung fühlen er und seine Ehefrau Maria sich sichtlich wohl. „Dabei war es eher ein Zufall, dass wir in Zell gelandet sind“, so Hans-Joachim Demuth, „wir hatten großes Glück, nach unserer Pensionierung hier das passende Haus für uns zu finden.“

Allerdings: Mit dem Ruhestand klappte es nicht ganz so wie geplant. Nachdem die Pfarrstelle in Zell seinerzeit unbesetzt war, erklärte Demuth sich bereit, einzuspringen und die evangelische Kirchengemeinde als Vakanz-Pfarrer zu betreuen. Wie sich rasch herausstellte, erwies sich diese Entscheidung in vielerlei Hinsicht als echter Gewinn. Hans-Joachim Demuth und seine Ehefrau Maria, die ebenfalls ein abgeschlossenes Theologie-Studium aufweisen kann, teilten sich viele der anfallenden Aufgaben. Ihre freundliche und hilfsbereite Art öffnete viele Herzen. Ebenfalls begeistert zeigten sich junge Christen. Zugute kam Hans-Joachim Demuth, dass er sehr früh schon in der Jugendarbeit und bei den Pfadfindern aktiv war. Und auch auf dem Gebiet der Ökumene gab es zahlreiche Kontakte, die intensiv gepflegt wurden.

Die Studienzeiten absolvierte der in Leba/Hinterpommern geborene Jubilar am Seminar in Dettelsau bei Ansbach sowie an den Universitäten in Heidelberg und Göttingen, wo er auch seine Ehefrau Maria, geborene Giesel, kennenlernte. Die ersten Stationen führten den jungen Vikar zunächst nach Berlin-Frohnau und später nach Moabit. Anschließend war Hans-Joachim Demuth 13 Jahre lang als Pfarrer in der evangelischen Luther-Gemeinde in Berlin-Schöneberg tätig.

1980 zog es das Ehepaar nach Baden, wo Hans-Joachim Demuth bereits einen Teil seiner Jugend verbracht hat. Bis zu seiner Pensionierung wirkte der Jubilar in der Lörracher Kirchengemeinde Rötteln, übrigens einem der ältesten bezeugten Kirchplätze in Baden, zu dem auch die Gemeinden Haagen und Hauingen gehören.

Rückblickend spricht Demuth von einer sehr guten Entscheidung damals; alles habe gepasst. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2005 folgte eine zweijährige Vakanz-Vertretung in Kandern und nach einer kurzen Zwischenstation in Gersbach fanden Hans-Joachim und Maria Demuth in Zell ihr neues Zuhause.

Wenngleich die evangelische Gemeinde mit Hellmuth Wolff nun wieder einen eigenen Pfarrer hat, ganz in den Schoß legen wollen Hans-Joachim und Maria Demuth die Hände dennoch nicht. Noch immer pflegen sie Kontakte zu Gemeindemitgliedern und besuchen diese bei Geburtstagen und Jubiläen. Da und dort hilft Hans-Joachim Demuth auch bei Gottesdiensten aus.

Sein eigenes Fest am morgigen Sonntag – Corona erlaubt leider keine große Feier – findet im beschaulichen familiären Rahmen statt. Trotz allem hofft der Jubilar an seinem Festtag auf gutes Wetter, dann nämlich will er zusammen mit Gemeindemitgliedern sowie mit Gästen und Freunden im Pfarrgarten einen Gottesdienst unter freiem Himmel, wo mehr Besucher als in der Stadtkirche erlaubt sind, feiern.

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