Zell im Wiesental Der Mobilitätswandel wird kommen

Mahle-Werksleiter Hubert Philipp (rechts) hatte den Bundestagsabgeordneten Gerhard Zickenheiner zu Gast. Foto: zVg

Zell - Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Zickenheiner besuchte kürzlich die Firma Mahle. Oft, wenn früher das Moped oder das Auto ernsthaft kaputt war, dann kam Mahle ins Spiel, erinnerte sich Zickenheiner dabei an seine Zeiten als Schüler und Student: „Mangels Geld haben wir die neuen Kolben und Ventile damals selbst eingebaut.“ Zwischenzeitlich fährt Zickenheiner Elektroauto, E-Motorrad und E-Bike.

Mahle produziert neben dem Kerngeschäft mit Komponenten und Systemen für Verbrennungsmotoren seit geraumer Zeit auch elektrische Motoren, Nebenaggregate und weitere Produkte für alternative Antriebe. Hannes Christoph Bächle, Büroleiter in Berlin, erläuterte, wie sich Mahle weltweit auf die Transformation der Mobilität vorbereitet, um auch zukünftig als großer Zulieferer Bestand zu haben. „Wir verfolgen eine duale Strategie, die auf die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors ebenso wie auf die Entwicklung von alternativen Antriebstechnologien, etwa E-Mobilität, setzt.“

Hubert Philipp, Mahle-Werksleiter in Zell, ergänzte: „Wir sind uns alle einig, der Mobilitätswandel muss und wird kommen.“ Bächle konstatierte, dass die Beurteilung von Antriebstechnologien zudem immer auf ganzheitlichen Betrachtungen fußen sollte. Bei allen Erwartungen an batterieelektrische Mobilität verwies er auf notwendige Nachhaltigkeitskriterien, zum Beispiel bei der Größe von Batterien und dem Recycling. Zudem sei zum einen durchaus noch Optimierungspotenzial beim Verbrennungsmotor vorhanden, zum anderen könnten regenerative Kraftstoffe den CO2-Verbrauch weiter senken.

Das Thema Verkehr der Zukunft müsse sich an ganzheitlichen, objektiven Kriterien messen lassen, darüber herrschte sowohl beim Gast als auch bei den Gastgebern Konsens. „Es ist richtig und wichtig, die Elektromobilität vorwärtszutreiben und intensiv an der Batterietechnik zu forschen, trotzdem werden wir in einigen Jahren eventuell daneben auch ganz andere Antriebstypen diskutieren“, so der Grünen-Politiker.

Zickenheiner, beeindruckt von der Innovationsoffensive, sieht Mahle gut aufgestellt, um den Wandel zu schaffen und gestärkt in die Zukunft zu gehen.

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