Zell im Wiesental Die Übernachtungszahlen sind stark gesunken

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Paul Berger zeigt die Schießanlage. Foto: Christof Schennen

Zell (chs). 10 248 Übernachtungen gab es in den 23 Beherbergungsbetrieben in Zell im Jahr 2021. Im Vorjahr waren es noch 3234 Übernachtungen mehr, wie Mike Kiefer auf der Hauptversammlung des Vereins Zeller Bergland Tourismus informierte.

In Häg-Ehrsberg sank laut Kiefer die Anzahl der Übernachtungen um 237 im Vergleich zum Vorjahr. Das habe nicht nur am Lockdown zwischen Januar und Mai gelegen, sondern auch am Wegfall des Ferienhauses Happach, das nun von einer Privatperson bewohnt wird.

In Zell gibt es 27 Ferienwohnungen, das Hotel Löwen, den Berggasthof Schlüssel, ein Gästehaus und eine Pension, eine Trekkingunterkunft, wo man in einer Scheune oder in Baumzelten übernachten kann, sowie zwei Wohnmobilstellplätze am Textilmuseum. Im Gegensatz zu den Übernachtungszahlen ist die durchschnittliche Zeit, die Gäste in Zell verweilen, mit 4,2 Tagen größer als jene im Landkreis Lörrach mit 2,7 Tagen.

Der Tourismus in Baden-Württemberg insgesamt verzeichnet für dieses Jahr einen Aufschwung, erreicht aber noch nicht das Niveau von 2019. „Die Lücke zum Vorkrisen-Niveau wird immer kleiner“, betonte Kiefer. Aber, so der Vorsitzende des Zeller Bergland Tourismus weiter, „die Branche braucht offensichtlich Zeit, um sich zu erholen, die Reisegewohnheiten ändern sich.“

Positiv auf das Geschäft habe sich das 9-Euro-Ticket ausgewirkt, das viele Schweizer dazu animierte, einen Ausflug ins Wiesental zu unternehmen.

Auch über neue Wandertafeln wurde in der Versammlung informiert. Diese gibt es auf den Wanderparkplätzen Gresgen, Blauen und Pfaffenberg; weitere sollen in Riedichen, Atzenbach und Mambach aufgestellt werden. Der Alemannenweg hat eine moderne Beschilderung und informative Tafeln bekommen, der „Maria-Frieden-Weg“ wurde eröffnet.

Bürgermeister Peter Palme bedauert den Austritt des Kleinen Wiesentals aus dem „Südwärts“-Verbund. Die neue Tourismuskooperation „Der Süden im Schwarzwald“ findet er aber durchaus auch sehr spannend. „Sie zeigt die Vielfalt unserer Region.“ Das Zeller Bergland könne sich hier gemeinsam mit dem Markgräflerland und den Hochrhein präsentieren. Eine Teilnahme an der Kooperation könne sich die Stadt leisten. In den nächsten Wochen werde sich entscheiden, welchen Weg Zell hier einschlage. Bruno Schmidt (Häg-Ehrsberg) sagte, eine Teilnahme an „Südwärts“ sei nicht mehr zukunftsorientiert.

Nach der Versammlung zeigte Paul Berger den Anwesenden die moderne Schießanlage, die sich unter der urigen Gaststätte des Schützenstüblis befindet.

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