Zell im Wiesental Flott und taktgenau musiziert

(grw)
Einen Querschnitt durch die Welt der Blasmusik bekamen die Besucher des Osterkonzerts in Gresgen serviert. Foto: Archiv

Zell-Gresgen - Fast alle Stühle waren beim Osterkonzert des Musikvereins Gresgen im Bürgerzentrum gefüllt, und so begrüßte Vorsitzender Björn Heitzmann mit großer Freude die zahlreichen Gäste.

Das Konzert am Ostersonntag ist für die Musiker eine Traditionsveranstaltung, für die gerne geprobt wird. Mit Engagement und viel Leidenschaft macht Dirigent Jörg Sutter aus den Musikern ein Ensemble, dem treue Besucher gerne zuhören.

Der Marsch „Sympatria“ wurde zur erhabenen und kraftvollen Eröffnung der konzertanten Veranstaltung. Komponist Markus Götz aus Schopfheim hatte in „Dramatic Tales“ die Sage vom Todten Moss für die Trachtenkapelle Todtmoos mit Tönen nachempfunden. An Ostern wurde dieses Stück zu einem der Höhepunkte des Abends.

Jacob de Haan hätte sich bestimmt beim Klang seiner „Sa Musica“ gefreut. Geschmeidig und doch bestimmt wogten die Töne von der Bühne in den Saal. „Scandinavia“ brachte Melancholie und Ausdrucksstärke der Nordländer nach Gresgen. Mit dem Solo im Stück „Unser Baritonkönig“ machte Michael Wagner den Titel zur Überschrift für seinen Vortrag und erwies sich dabei tatsächlich als „König“ seines Instruments.

"Let it Go"

Flott und taktgenau präsentierte der Musikverein die „Neue Welt“ im zweiten Teil des Abends. Ein Stück, das den Musikern offenbar lag und in dem Temperament und Ruhe des Dirigenten gleichzeitig ihren Ausdruck fanden. „Let it Go“ zauberte die Königin dieses Stückes nach Gresgen. Die Stille der Ostertage verspürten die Gäste bei „The Sound of Silence“. Liebesgefühle weckte „Crazy Little Thing Called Love“.

Nach wie vor ungebrochen sind die Gefühle der Musiker zur Polka: ein Beweis dafür war das Stück „Aus Freude zur Musik“, das ein schönes und ausgewogenes Programm abrundete. Charmant vorgestellt wurden die Kompositionen und Komponisten von Julia Schade, die durch das Programm führte.

Ein gelungener Abend darf nicht so schnell vergehen, und so konnten die Aktiven erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen.

Auch Ehrungen standen im Rahmen des Konzerts auf dem Programm. Wilfried Trefzer war vor seinem Wegzug aus Gresgen 15 Jahre lang aktiver Musiker. Auch an seinem neuen Wohnort ist er der Musik treu geblieben. Mit Leib und Seele verkörpert er die Freude an der Musik. Für seine Freude und Treue zum Gresger Verein, in dem er immer noch passives Mitglied ist, ernannte ihn Vorsitzender Björn Heitzmann zum Ehrenmitglied.

Hanspeter Heitzmann spielt seit 50 Jahren im Verein. Er hat das Musizieren auf dem Flügelhorn gelernt, doch seine Liebe gehört dem Bariton. Seine Helferdienste sind umfangreich. So sorgt er seit fast vier Jahrzehnten dafür, dass in den Probenpausen der Durst gelöscht werden kann. Die Auszeichnung mit der „Großen Goldenen Ehrennadel“ des Bunds Deutscher Blasmusikverbände überreichte Holger Gertz, stellvertretender Vorsitzender des Alemannischen Musikverbands.

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