Zell im Wiesental Fortschritte in der Neugestaltung

Markgräfler Tagblatt

Zell (hf). Am vergangenen Sonntag hatte der Förderverein zu einem Fest rund um das Zeller Fasnachtshus eingeladen. Bei Speis und Trank und fröhlicher Musik durch Alleinunterhalter Mario sowie der Band „Heilig’s Blechle“ wollten die Aktiven des Vereins die Baufortschritte im Haus präsentieren sowie weitere Mittel erwirtschaften, um den Endausbau finanzieren zu können.

„Wegen des unbeständigen Wetters sind wohl weniger Besucher gekommen, als wir erwartet haben“, musste der Vorsitzende des Fördervereins, Helmut Mond, einräumen. „Trotzdem sind wir von der positiven Resonanz der Zeller Bürger schwer beeindruckt.“

Pünktlich zur Mittagszeit ging ein erster heftiger Schauer über der Festgemeinschaft nieder. Und auch der Nachmittag zeigte sich eher durchwachsen. Trotzdem hatten sich schon gegen 10 Uhr die ersten Gäste eingefunden, die sich bei einer Führung durch das Fasnachtshus mit Peter Zluhan überzeugen konnten, dass die Aktiven bis jetzt ganze Arbeit geleistet hatten.

Durch eigene Sammlungen und Spenden aus der Bürgerschaft konnten wichtige Dokumente der Zeller Fasnacht gesammelt und dokumentiert werden. Alle Fasnachtsplaketten seit 1928 werden gezeigt, alle Hürus-Orden, nur bei der Sammlung der Fasnachtszeitungen fehlt noch die Ausgabe für das Jahr 1950.

Zluhan hat selbst in Köln einige Exemplare der Prinzen- und Pagenkostüme gekauft, die in den Anfangsjahren der Zeller Fasnacht hier im Gebrauch waren. Durch die enge Verbindung zur Basler Fasnacht, die in der neu geschaffenen Basler Stube dokumentiert wird, konnte er zusätzlich einige Basler Kostüme erwerben, die er jetzt als Dauerleihgabe dem Fasnachtshus überlassen hat.

Sein ganz besonderer Stolz ist ein Originalgemälde zur Zeller Fasnacht, das er für sich selbst in Auftrag gegeben hatte und das jetzt in verkleinerten hochwertigen Reproduktionen vorliegt, die Liebhaber der Zeller Fasnacht bei Peter Zluhan erwerben können. Einer der ersten Teilnehmer an den Führungen war Michael Gehri, Vorsitzender des Bürgervereins Zell, der von der Arbeit des Fördervereins Fasnachtshus begeistert war.

In den kommenden Wochen wird das Haus an der Schönauer Straße eingerüstet. Im nächsten Sanierungsabschnitt soll das Dach erneuert und die restlichen Teile der Fassade des Hauses saniert werden. „Im nächsten Bauabschnitt 2016 werden wir dann die Innengestaltung des Fasnachtshuses weiterführen“, informierte Helmut Mond, der hofft, dass alle Arbeiten am und im Haus bis Ende 2017 abgeschlossen sein werden.

Das Fasnachtshus soll dann ein Museum und eine Dokumentationsstätte der Zeller Fasnacht werden. „Das Museum wird dann zwar nicht permanent zugänglich sein“, berichtete Peter Zluhan, „das ist schon aus personellen Gründen nicht zu leisten.“ Aber für angemeldete Besuche und Führungen werden die Aktiven immer zur Verfügung stehen. „Wir wünschen uns eine enge Zusammenarbeit mit zum Beispiel dem Hotel ,Löwen’, dem Textilmuseum und dem Fasnachtshus, damit Besuchergruppen ein umfassender Einblick in die besonderen Attraktionen der Stadt Zell geboten werden kann“, so Peter Zluhan.

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