Zell im Wiesental Fotovoltaik: Zeitschiene vorgestellt

Peter Schwendele
Auf städtischen Gebäuden in Zell – hier die Gerhard-Jung-Schule – sollen Fotovoltaikanlagen errichtet werden. Foto: Archiv

Wenn es gut läuft, könnten die ersten fünf städtischen Gebäude in Zell bis Ende September 2022 mit Fotovoltaikanlagen bestückt sein. Dies wurde am Mittwoch in der Sitzung des Technischen Ausschusses bei der Vorstellung der Ausschreibungskriterien in Aussicht gestellt.

Von Peter Schwendele

Zell. Nach einem Beschluss des Gemeinderats im Juli sollen die Montfort-Realschule, die Gerhard-Jung-Schule, das Freibad, das Dorfgemeinschaftszentrum Gresgen und das Bürgerhaus Mambach mit Solaranlagen versehen werden. Bauamtsleiter Jörg Schmidt berichtete dem Ausschuss von einem kürzlich anberaumten Abstimmungstermin der Stadtverwaltung mit der Energieagentur Regio Freiburg, bei dem die Eignungs- und Wertungskriterien sowie die generellen Bedingungen für die Abwicklung der Maßnahme besprochen wurden.

Schmidt ließ wissen, dass unter den aktuellen Corona-Auflagen des Städtetags Leistungen bis zu einer Million Euro bis Ende des Jahres beschränkt ausgeschrieben werden können. „Das heißt, wir können uns geeignete Unternehmen in der Nähe aussuchen“, meinte Schmidt. In Frage kämen fünf bis sieben Anbieter. Grundlegend sei, dass die Anlagen voll funktionsfähig, quasi „schlüsselfertig“, übergeben werden.

Der Bauamtsleiter führte aus, dass bis Mitte Dezember die funktionale Leistungsbeschreibung an „leistungsfähige und uns bekannte Fachfirmen“ versendet werden. Das sei zeitlich zu schaffen. Voraussetzung sei allerdings, das der Nachtragshaushalt, in dem das Projekt finanziell verankert wurde, bis dahin von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurde. Sei dies nicht der Fall, komme der gesamte anvisierte Zeitplan ins Rutschen. Dieser sieht vor, dass die Bearbeitung der eingegangenen Angebote bis Mitte Februar erfolgt und die Vergabe etwa einen Monat später vollzogen werden kann, so dass die Arbeiten zur Installation der Fotovoltaikanlagen im April beziehungsweise im Mai beginnen könnten. Dann, so Schmidt weiter, sei damit zu rechnen, dass die Anlagen Ende September in Betrieb gehen.

Der Bauamtsleiter stellte den Ausschussmitgliedern dann zentrale Punkte der Eignungskriterien vor. So sollen die Firmen beispielsweise mindestens drei vergleichbare Referenzobjekte vorweisen und sich dazu verpflichten, beim Stillstand von Anlagen innerhalb von zwei Werktagen vor Ort zu sein und die Probleme zu bearbeiten. Die Produktgarantie der Module muss mindestens zwölf Jahre betragen.

Verlängerte Garantiezeiten sollen in die Wertungskriterien einfließen, über die – nach der Abgleichung mit den Eignungskriterien – letztendlich die Vergabe erfolgt. Hier wird der Gesamtbruttopreis mit 45 Prozent gewichtet, die Qualität der Anlagenplanung im Hinblick auf die Ertragsoptimierung mit 40 Prozent und die Leistungs- und Produktgarantien der Anlagenkomponenten mit 15 Prozent.

Atzenbachs Ortsvorsteher Bernhard Karle regte an, eine Bewertungskommission zu bilden, zu der – wie vorgesehen – nicht nur Vertreter der Verwaltung und der Energieagentur gehören, sondern auch Mitglieder des Gemeinderats. Matthias Kiefer (CDU) und Bernhard Klauser (Bürgerforum) unterstützten den Vorschlag, da so die Akzeptanz des Ergebnisses erhöht werden könne. Aus den Reihen des Gemeinderats sollen Marco Waßmer (SPD) und Matthias Kiefer der Bewertungskommission angehören, so die einhellige Meinung im Technischen Ausschuss.

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