Zell im Wiesental Funkmast wird dringend gebraucht

Verena Wehrle
An diesem Standort ist der Funkmast in Gresgen geplant. Foto: zVg

Zwischen Skepsis und absoluter Zustimmung lagen die Meinungen bei den Bürgern als es in der Zeller Ratssitzung um den geplanten Funkmast am Rümmelesbühl in Gresgen ging.

Von Verena Wehrle

Zell. Es braucht eine bessere Handynetz-Abdeckung in Gresgen. Dies machte nicht nur Bürgermeister Peter Palme in der Sitzung am Montag deutlich. Er berichtete von einem Notfall am Wochenende mit einem verletzten Sportler, bei dem es ohne Handyempfang schwer gewesen sei, Hilfe zu bekommen.

Standort vom Fußballplatz weg verlegt

Abhilfe schaffen soll nun ein Funkmast am Rümmelesbühl, der im Auftrag der Telekom errichtet werden soll. Er sei so konzipiert, dass er auch von anderen Telekommunikationsunternehmen genutzt werden könne.

Der Standort befindet sich nun deutlich weiter entfernt vom Fußballplatz, als ursprünglich geplant.

Fast im ganzen Dorf keinen Empfang

Der 40 Meter hohe Mast versorge gleichzeitig auch Adelsberg, so Palme. „Es ist dringend nötig, dass wir den Funkmast endlich bekommen“, betonte Gresgens Ortsvorsteher Peter Eichin. Denn: „Wir haben fast im ganzen Dorf keinen Empfang.“ Doch dies sei ein Teil der Infrastruktur und gewährleiste eine gewisse Sicherheit.

Völlig anders sag es Bürger Andreas Lang aus Gresgen, der vom Widerstand der Bürger sprach und von vielen Unterschriften dagegen und sich eine Infoveranstaltung wünscht. Palme entgegnete, dass von 480 Bürgern 42 gegen den Funkmast unterschrieben hätten, das seien nicht viele.

Markus Steig aus Gresgen, der selbst beim Notfall-Einsatz dabei gewesen war, beschrieb, dass man bei jedem Notruf weit laufen müsse, um Empfang zu haben: „Wir müssen endlich aus dieser Steinzeit raus und in der modernen Welt ankommen.“ Immerhin gehe es auch um Menschenleben. Heiko Schöne zeigte sich als nächster Anwohner des geplanten Standorts zwar erleichtert, dass der Funkmast nun weiter entfernt von der Wohnbebauung sei als geplant, schlug aber als Alternative Freifunk vor und zeigte sich skeptisch. Die Räte stimmten dem Projekt einstimmig zu. Der Bauantrag dazu wird aber noch im Ortschaftsrat Gresgen besprochen.

Weiterer Funkmast in Riedichen

Einen weiteren Funkmast, ebenfalls 40 Meter hoch, soll es auf Gemarkung Riedichen geben. Auch wenn der Ortschaftsrat bis auf eine Enthaltung dem Projekt zugestimmt habe, sei keiner mit dem Standort zufrieden, betonte Ortsvorsteher Kai Berger. Denn: „Der Funkmast soll auf einer der schönsten Weiden des Ortes stehen“, so Berger.

Die Zeller Gemeinderäte stimmten auch diesem Projekt zu, mit einer Enthaltung von Paul Hailperin, der keine Notwendigkeit in dem Funkmasten sieht.

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