Zell im Wiesental Harmonisches Klangbild geformt

Mit dem Versprechen, „die schönsten Lieder der vergangenen Jahre“ nochmals zu präsentieren, hatten die Pfaffenberger Sänger in ihrer Einladung zum Jahreskonzert geworben. Und sie hatten nicht zu viel versprochen: Mit einer Auswahl wunderbarer Lieder aus Konzerten der vergangenen sieben Jahre, aber auch mit mehreren „Uraufführungen“ neuer Chorstücke und nicht zuletzt mit den Einlagen des vor zwei Jahren gegründeten „Jungen Chores“ begeisterte man das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Pfaffenberger Gemeindesaal.

Zell-Pfaffenberg. Zu einer immer fruchtbareren Partnerschaft wächst in Pfaffenberg die Zusammenarbeit zwischen dem Männergesangverein und den Sängerinnen und Sängern des „Jungen Chores“ heran. Wie Dirigentin Ursula Schliederer, die beide Chöre leitet, die Stärken des traditionellen Männergesangs mit den jungen, frischen Stimmen der Sängerinnen in mehreren gemeinsamen Liedern zusammengefügt und zu einer harmonischen Klangbild geformt hat, lässt für die Zukunft des Chorgesangs im Bergdorf hoffen.

Zu den neun Pfaffenberger Chormitgliedern zu Beginn sind mittlerweile sechs weitere sangesbegeisterte junge Sängerinnen und Sänger aus Nachbarorten zum „Jungen Chor“ dazugestoßen. Und dass diese außerordentlich viel Spaß beim Einüben der modernen Lieder und den öffentlichen Auftritten haben, bestätigte Chorleiterin Schliederer, die auch humorvoll durch das Programm des Abends führte.

Mit dem Klassiker „Lass die Sonne in dein Herz“ begrüßten die Sänger, begleitet am Klavier von Arne Marterer, schwungvoll ihre Gäste. Im anschließenden Chor „Heimattal“ konnten Christof Philipp und im englischen Spiritual „Motherless Child“ Wolfgang Ganter ihre sonoren Bassstimmen als Solisten voll zur Geltung bringen. Auch Hans Wittmann und Thomas Döbele durften für ihre großartigen Soloparts in „Santiano“ und „Abendwind“ großen Beifall entgegennehmen. Als Kontrapunkt zum traditionellen Tessiner Volkslied „Pferde zu vieren traben“ des Männerchors dann das Lied „Seite an Seite“ der österreichischen Pop-Ikone Christiane Stürmer, einfühlsam emotional vom „jungen Chor“ vorgetragen.

Als absolute Höhepunkte des Abends wurden dann im zweiten Teil des Konzerts zwei von Sängern und dem Jungchor gemeinsam gesungene Lieder mit orkanartigem Beifall des Publikums belohnt. In der Lyric-Ballade „Was bleibt“ von Yvonne Catterfeld vereinigten sich die starken Solostimmen der jungen Sängerinnen und Sänger mit den begleitenden Tenor- und Bassstimmen des Männerchors zu einem eindrucksvollen Klangkörper. Und in der zweiten Ballade „Im Dorf wo ich geboren bin“ zauberten die jungen und älteren Sängerinnen und Sänger gemeinsam geradezu eine „Feuerzeugstimmung“ in den Saal und machten auch dem letzten Besucher glaubhaft klar, dass sie alle gern „Dorfkinder“ bleiben wollen und darauf auch mächtig stolz sind.

Jahreskonzerte sind auch immer wieder festliche Anlässe, um verdiente Sänger zu ehren. So durfte Thomas Kiefer für 40 Jahre gemeinsames Singen im Chor die Ehrenmitgliedschaft und einen Geschenkkorb des Vorsitzenden Christoph Philipp entgegennehmen. Der zweite Vorsitzende Matthias Räuber ehrte abschließend die Chorleiterin Ursula Schliederer mit einem Präsent für ihr Engagement über das ganze Jahr hinweg.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

Weihnachtsbäume

Achten Sie beim Kauf des Weihnachtsbaums darauf, ober dieser unter kontrolliert ökologischen Bedingungen kultiviert wurde?

Ergebnis anzeigen
loading