Zell. Exakt 3413 Teilnehmer aus 45 Zünften haben sich zum 390-jährigen Jubiläum der Zeller Fasnacht angemeldet. Sie werden den großen Umzug am Freundschaftstreffen am 22. Januar gestalten.

Peter Mauthe, Präsident der Fastnachtsgesellschaft, konnte diese Zahlen in der Organisationsbesprechung mit den Vogteien nennen. Damit ist die gesetzte Obergrenze von 3000 Umzugsteilnehmern bereits überschritten. Auch in der Vorweihnachtszeit laufen die Vorbereitungen zu dieser fasnächtlichen Großveranstaltung, wobei Anmeldungen zum Umzug jetzt nicht mehr angenommen werden.

Ohnehin hat man versucht, auf Klasse statt auf Masse zu setzen. Dies scheint gelungen, den einige hochkarätige Zünfte werden erwartet: Die Narrenzünfte aus Radolfzell, Aulendorf und Ravensburg kommen mit jeweils weit über 100 Maskenträgern. Mit dabei sind auch die Philippsburger Geese, die seit Jahren freundschaftliche Beziehungen zu den Adelsberger Zweidottern unterhalten, oder die Wernauer Narren aus der Nähe von Plochingen. Die größte Gruppe mit 300 Personen kommt indes aus Todtnau.

Mit dabei sind auch etliche Guggenmusiken, Spielmannszüge, Schalmeien- und Blaskapellen aus dem Raum Karlsruhe bis zum Bodensee, von der Schweiz über den Schwarzwald bis in den Stuttgarter Raum. Somit kann wohl ein bunter Querschnitt der alemannischen und schwäbischen Fasnacht präsentiert werden.

Bereits am Samstag, 21. Januar, sind Zünfte mit insgesamt über 1000 Mitgliedern zu Gast, die unter dem Motto „Schnurre, strähle, klepperle – Ä verruckti Nacht in Zell“ ihre Bräuche von Tanzvorführungen über eine Hexenbeschwörung bis zu den verschiedensten Musikdarbietungen vorstellen.

Ein Novum wird es am Sonntagvormittag geben: Erstmals findet eine ökumenische Narrenmesse in der katholischen Kirche statt. Musikalisch gestaltet wird dieser Gottesdienst von der Zeller Stadtmusik und den Latscharisängern. Danach lädt die Stadt Zell und die Fastnachtsgesellschaft gemeinsam zum Zunftmeisterempfang in die Sparkasse ein.

Um 14 Uhr setzt sich dann der Umzug vom Grönland aus in Bewegung Richtung Stadtmitte. Der Umzug löst sich anschließend im Narrendorf in der Constanze-Weber-Gasse auf. Finanziert wird das Freundschaftstreffen, neben zahlreichen Sponsoren, durch den Verkauf von Pins an Teilnehmer und Besucher.